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Hühnerfarm bei Schwedeneck abgebrannt

Großeinsatz der Feuerwehr Hühnerfarm bei Schwedeneck abgebrannt

Die Rauchsäule war kilometerweit bis Kiel und Eckernförde zu sehen. 22.000 Hühner sind am Donnerstag bei einem Großfeuer im Dänischen Wohld auf dem Sprengerhof in Schwedeneck verendet. Mitarbeiter kamen ohne große Blessuren davon.

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Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen.

Quelle: Peter Dittmer

Schwedeneck. Wie die Polizei mitteilte, kamen eine 26-Jährige und ein 28-Jähriger wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung vorsorglich in ein Krankenhaus. Der 90 mal 40 Meter große Stall brannte komplett aus. Die Polizei schätzte den Sachschaden auf zwei Millionen Euro.

70 Brandbekämpfer aus sieben Feuerwehren und vom Löschzug Gefahrgut im Kreis Rendsburg-Eckernförde waren im Einsatz. „Als die ersten Kräfte eintrafen, brannte der Stall schon auf ganzer Fläche“, berichtete Feuerwehrsprecher Siegfried Brien. Der Stall war vor drei Wochen komplett geleert worden. Am Donnerstagmorgen hatten Mitarbeiter rund 22.000 junge Legehennen in das Gebäude gebracht. Sie sind vermutlich alle bei dem Brand verendet. „Davon ist auszugehen“, sagte der Sprecher. Bei Aufstallen mit neuen Legehennen entdeckten die Mitarbeiter das Feuer und alarmierten sofort die Feuerwehr. Grundsätzlich bietet der Stall den Angaben zufolge Platz für bis zu 50.000 Hühner.

Die Brandursache konnte unterdessen bereits am Nachmittag eingegrenzt werden. Nach den ersten Untersuchungen geht die zuständige Kriminalpolizei in Eckernförde von einem technischen Defekt aus. Nähere Angaben wollte die Behörde aber zunächst nicht machen.

"Enormer Rauchpilz" bis Kiel sichtbar

Die Rauchsäule war noch in der mehr als 20 Kilometer entfernten Landeshauptstadt zu sehen. Der Feuerwehrsprecher berichtete von einem „enormen Rauchpilz“. Dass überhaupt so eine große Rauchwolke entstand, erklärte der Experte damit, dass in der Halle viel Isoliermaterial verbrannte und sich zudem der Qualm bei guter Wetterlage dunkel von dem klaren Himmel absetzte.

Nach einer Stunde, gegen 12.50 Uhr, war der Brand schließlich gelöscht. „Das war relativ schnell“, so Brien. Positiv war aus seiner Sicht, dass sich im Metallstall kein Stroh befand. Damit fehlte dem Feuer auf lange Sicht die Nahrung. Allerdings habe sich in kurzer Zeit große Hitze entwickelt. Damit auch von oben gelöscht werden konnte, war die Eckernförder Feuerwehr mit ihrer Drehleiter alarmiert worden. Erfreulich für die Brandbekämpfer war ebenfalls, dass der Wind die Rauchsäule in Richtung Ostsee wehte. „Weil auch Isoliermaterial verbrannte, hat der Löschzug vorsichtshalber an zwei Stellen Rauchproben gezogen, die aber keine bedenklichen Werte ergaben.“ Während des Feuers sei laut Brien ein lauter Knall gehört worden. Die Ursache dafür sei noch unklar. Nach Sichten der Brandstelle ging Brien davon aus, dass keine Explosionsgefahr mehr bestand.

Während des Feuers hatte die Polizei die Osdorfer Landstraße für den Verkehr gesperrt. Nach Ende der Löscharbeiten wurde sie gegen 13.30 Uhr wieder freigeben. Elf weitere Mitarbeiter des Sprengerhofs waren unverletzt geblieben.

Betreiber Hartmut Stegemann war bei Ausbruch des Feuers an der Unglücksstelle. Er zeigte sich schockiert: „Unsere Produktionsgrundlage ist jetzt durch das Feuer zerstört worden“, stellte er fest. Weitere Angaben zur Zukunft des Betriebes und der Mitarbeiter wollte er zu diesem Zeitpunkt nicht machen.

Die Rauchwolken sind weithin sichtbar.

Quelle: Marty Podoll

 

Die schwarze Wolke zieht langsam Richtung Kiel.

Quelle: Frank Behling

Weitere Bilder finden Sie hier:

Peter Dittmer aus Laboe glaubte zuerst an ein Feuer in Schilksee. Die Rauchwolke war kilometerweit zu sehen.

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