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Kritik am Standort Skaterpark

Eckernförde Kritik am Standort Skaterpark

Der Skaterpark als möglicher Standort für ein Kino in Eckernförde gerät zunehmend in die Kritik. Nach den Grünen lehnt jetzt auch die SPD diese Fläche für das Neubau-Projekt ab. Unter Vorbehalt äußert sich der SSW. Die CDU hat sich noch nicht positioniert. Für Unruhe hatte ein Vorstoß des Wirtschaftskreises Eckernförde (WKE) gesorgt, der sich für den Standort Skaterpark aussprach.

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Als Standort fürs Kino umstritten: Der Skaterpark am Schulweg stünde zwar für eine schnelle Umsetzung des Projekts, gleichzeitig würde ein Treff für Jugendliche entfallen.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Die SPD lehnt den Skaterpark für ein Kino strikt ab. „Kinder und Jugendliche und ihre Bedürfnisse sind für uns keine beliebige Manövriermasse“, sagt der Fraktionsvorsitzende Martin Klimach-Dreger. Auch ein mögliches Versetzen des Jugendtreffs in einen Bereich mit Wohnbebauung in der Nähe (Nooröffnung) sehen die Sozialdemokraten kritisch. Das provoziere Konflikte, die weder den künftigen Anwohnern noch den Besuchern des Skaterparks gerecht würden, so Klimach-Dreger. Ferner sei ökologisch eine weitere Flächenversiegelung an dieser Stelle nicht nachvollziehbar.

Für ein Kino favorisiert die SPD aus städtebaulicher Sicht und mit Blick auf eine Stärkung der Innenstadt eine Planung im Bereich Gartenstraße/Skymarkt. Generell sei es darüber hinaus wichtig, Kinder und Jugendliche in die Diskussion um einen Kino-Standort einzubeziehen, betont Klimach-Dreger. Dies ergebe sich auch aus den Qualitätsstandards für die Beteiligung in einer Kommune. Die SPD plant am 6. Juni von 10 bis 12 Uhr einen Info-Stand im Skaterpark.

Skeptisch sieht auch der SSW den Skaterpark als Kino-Standort. Bauausschuss-Mitglied Rainer Boss könnte ihn sich nur unter der Prämisse vorstellen, dass die Jugendlichen einbezogen werden, ein gleichwertiger Ersatz möglich sei und die Jugendlichen mit diesem leben könnten. Die Nähe vom Jugendzentrum Das Haus und Skaterpark sei auch ein Argument. Bosse: „Wir sollten auf jeden Fall nichts überstürzen.“ Der SSW hält ein Kino auch auf dem Parkplatz Grüner Weg (mit Ausbau der Stellplätze) oder auf dem alten BMW-Gelände auf der anderen Seite der B76 für denkbar.

Die CDU hat sich, wie berichtet, noch auf keinen Favoriten für einen Kino-Standort festgelegt. Für die Christdemokraten käme der Skaterpark nur in Frage, wenn Schnelligkeit bei der Umsetzung des Projekts im Vordergrund steht und ein adäquater Ersatz für die Jugendlichen geschaffen würde. Grüne, FDP, Linke und Bürger-Forum hatten zuletzt das ZOB-Gelände als möglichen Platz für ein Kino ins Spiel gebracht.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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