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Gute Aussichten für Dataport und THW

Bauprojekte in Altenholz Gute Aussichten für Dataport und THW

Ja zum Trainingskomplex für jugendliche Handballer und den THW Kiel, Ja zum neuen Druckzentrum von Dataport in Klausdorf, Ja zur Vergrößerung von Edeka im Altenholzer Erdbeerfeld, die an einen Supermarkt in Stift gekoppelt ist: Der Bauausschuss schob am Montag wichtige Projekte an.

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Im Klausdorfer Erdbeerfeld darf Edeka Johannsen sich um die letzte Baulücke erweitern, sobald das Unternehmen den geplanten Supermarkt in Stift betreibt.

Quelle: Ulf Dahl

Altenholz. Wird die schon jetzt angespannte Verkehrslage rund um Dataport und Fachhochschule in Altenholz-Klausdorf zum Stolperstein für das Projekt Trainingszentrum mit THW-Geschäftsstelle? Anwohner hatten Anfang November bei einer vorgezogenen Öffentlichkeitsbeteiligung die belastende Situation in den umliegenden Straßen beschrieben. Ihre Sorgen sollen bei der Planung berücksichtigt werden, machte der Bauausschuss deutlich.

 Wenn der große Arbeitgeber Dataport „hier in den Standort investiert, kann man das nur unterstützen“, sagte Andreas Piltz (CDU). Gleiches gelte für die Pläne des THW. Dieser möchte im Trainingszentrum Langzeitmieter werden. Die CDU schlage allerdings vor, in der Beschlussvorlage die Optimierung der Parkplatzsituation mit dem Wort „vordringlich“ zu versehen.

 „Auch wenn es Herrn Piltz schockieren wird: Wir stimmen dem zu“, erklärte Fraktionschef Ingo Baasch für die SPD. Die Pläne von Dataport seien ebenso zu begrüßen wie das „Prestigeprojekt“ THW, das ja auch der Sportförderung diene: „Aber den Anwohnern muss eine Perspektive gegeben werden, dass es besser wird.“ Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD) verwies wegen der Parkplatznot auf ein geplantes Treffen mit dem FH-Präsidenten. Die Bauausschussvorsitzende Karen Weisheit (CDU) bat zudem um Kontrollen, damit Falschparkern deutlich wird, „dass sie mit Strafen zu rechnen haben“.

 In Sachen Neubau einer Ladenzeile in Stift zeichnet sich seit einiger Zeit eine Lösung ab. Das Gelände der Brandbrache gehört bereits einem Investor, der dort einen Ladenkomplex plant. Als Mieter des Supermarktes ist Edeka Johannsen vorgesehen. Dieser dürfte sich angesichts überschaubarer Kaufkraft in Stift dafür anschließend im Klausdorfer Erdbeerfeld erweitern. Jetzt wartet Bürgermeister Carlo Ehrich nur noch auf das Signal von Edeka, dass diese gekoppelte Lösung „wirtschaftlich darstellbar ist“.

 Piltz (CDU) vermisste in den Bedingungen den Hinweis, dass es um einen „dauerhaften“ Betrieb in Stift geht. Man fürchte, dass der Bebauungsplan dadurch rechtlich angreifbar wäre, erklärte Bauamtsleiterin Bianca Hess. Zum anderen sollte es einem Bauherren, der bereits eine Million Euro investiert hat, nicht auch noch zugemutet werden, ein wirtschaftlich total desolates Geschäft dauerhaft betreiben zu müssen. Das Vorhaben in Stift soll aber über einen langfristigen Mietvertrag abgesichert werden, erklärte sie.

 Dennoch plädierten CDU-Vertreter dafür, noch einmal zu prüfen, wie der dauerhafte Betrieb des Supermarktes in Stift abgesichert werden kann. „Wir werden uns bemühen“, versprach Verwaltungschef Ehrich. Dass der geplante Supermarkt aber gar nicht erst in Not gerät, „liegt dann auch an unser aller Einkaufsverhalten“, machte er deutlich. Übrigens ist dort auch eine Kundentoilette vorgesehen, hieß es auf eine Frage aus dem Seniorenbeirat.

 Die Gemeindevertretung muss den einstimmigen Empfehlungen des Bauausschusses für die Bauprojekte noch zustimmen.

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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