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Gute Buchungen trotz wenig Sonne

Strande Gute Buchungen trotz wenig Sonne

Der Sommer 2015 war bescheiden, die Sonnentage rar. „Für Hotels und Privatquartiere in Strande war die Saison trotzdem gut“, zieht Touristikchef Heiko Drescher erste Bilanz.

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Die Wassersportsaison geht im Hafen von Strande zu Ende. Vor dem Mastenkran gibt es Gedrängel, wenn es so windstill und warm ist wie am Dienstag.

Quelle: Cornelia Müller

Strande. Im Sportboothafen wurde es eng, weil Dauerlieger bei miesem Wetter den Törn abbrachen und die Gäste nicht auslaufen mochten.

Gedränge herrscht auch an diesem sonnigen, windstillen Vormittag zwischen den Bootsstegen. Da nutzen Eigner von Segeljachten die Chance, schnell zwischendurch den Mast zu legen, bevor Hafenmeister Tobias Klüter ab nächster Woche die abgetakelten Boote Zug um Zug mit dem Kran an Land setzt. „Ich habe gar nicht damit gerechnet, dass heute schon so viel los ist“, sagt er. „Die große Slip-Aktion für beide Clubs beginnt erst im Oktober. Dann wird es hier richtig stressig.“

Auch in der Ferienzeit musste Klüter gute Nerven beweisen. „Weil viele unserer 350 Liegeplatzinhaber frustriert ihren Urlaub auf dem Wasser abgebrochen haben, waren etliche Boxen nicht so lange wie angegeben frei. Folglich hatten wir Probleme. Die Gastsegler hatten sich auf die Angaben verlassen und blockierten die Plätze. Wir haben daraufhin entschieden, nur noch Gästen einen Platz zuzuweisen, die nicht zwischendurch nach Hause fahren, sondern an Bord bleiben und jederzeit in eine andere Box umziehen können.“

Touristikchef Drescher ist indes positiv überrascht, wie gut die Übernachtungsquartiere an Land trotz des mäßigen Sommerwetters ausgebucht waren. „Die vier Hotels mit ihren insgesamt 200 Betten waren zumindest bis einschließlich August fast immer voll. Auch Privatvermieter haben gute Belegung signalisiert“, bestätigt er. Die Buchungszahlen der Gästequartiere mit weniger als neun Betten werden in Schleswig-Holstein nicht von offiziellen touristischen Statistiken erfasst. In Strande bieten Privatvermieter 170 Gästebetten an. Drescher: „Ein Minus dürften wir aber bei den Tagesgästen 2015 haben. Genaueres wird sich bei der Auswertung der Einnahmen der Standgebühr und Rückmeldung der Gaststätten und Restaurants zeigen.“

Dass Strand und Promenade an stürmischen Regentagen leer waren und auch die 170 Strandkörbe, die die Gastronomen an der Promenade vermieten, oft unbesetzt blieben, „ist leider Fakt“. Wie gut der neue drahtlose Online-Service im Bereich von Strand und Promenade ankommt, den jedermann gratis und ohne Passwort nutzen kann, kann er schwer schätzen. Er sei aber überzeugt, dass Strande damit ganzjährig als Urlaubsziel punktet.

Gut kam ein neues maritimes Angebot an: die sogenannten Frachtersafaris mit Umrundung des Leuchtturms Kiel vor der Förde. Der weiße Ausflugsdampfer „Feodora II“ startet in Laboe und nimmt in Strande weitere Gäste an Bord. „Ich mache 2016 mit den Sightseeing-Touren in der Kieler Förde weiter“, verspricht Kapitän Alexander Klein. Eine einzige Chance auf so einen Törn gibt es noch vor der Winterpause am Mittwoch, 30. September, um 14.15 Uhr ab Strande. Die Tickets bekommt man in der Touristinfo am Hafen ab 9 Uhr. In Laboe legt das Schiff um 13.45 Uhr ab.

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