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Hahn hat ausgekräht

Sanierung St. Nicolai Hahn hat ausgekräht

Von unten betrachtet, glänzte der Hahn auf der Turmspitze von St. Nicolai in Eckernförde weit über die Stadtgrenze hinaus. Jetzt wurde er abgenommen, die letzten Stürme hatten ihn in Schieflage gebracht, von ihm sollte keine Gefahr für die Passanten auf dem belebten Umfeld der Stadtkirche ausgehen.

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Gerrit Hebekerl (links) und Till Reimers zeigen den abgenommenen Kirchenhahn aus Kupfer.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Am Donnerstagmorgen machte sich ein 100-Tonnen-Mobilkran aus Kiel neben St. Nicolai bereit. „Den brauchen wir nicht wegen des Gewichts, sondern wegen der Höhe“, erklärte Architekt Dietrich Fröhler aus Windeby, der von der Kirchengemeinde mit der Sanierung beauftragt ist. Immerhin bis in 46 Metern Höhe mussten die beiden Mitarbeiter der Zimmerei Schäfer, Gerrit Hebekerl und Till Reimers, aufsteigen, um auf Augenhöhe mit dem Hahn zu kommen. „Außerdem haben wir einen Kran mit zwei Haken gebraucht“, so der Architekt. An einem wurde die Kirchturmspitze befestigt, an der anderen hing der Korb mit den beiden Männern.

Unten angekommen, erwies sich der Wetterhahn als gar nicht mehr so gülden wie angenommen. „Ganz schön in die Jahre gekommen“, konstatierte Küster Fritjof Behrens das gute Stück aus Kupfer, 14 Kilogramm schwer. Immerhin war eine Inschrift zu erkennen: Gebaut von L.C. Petersen, (18?)45. Das Jahrhundert ist nicht mehr zu erkennen, das ursprünglich aufgetragene Blattgold ist nur noch in wenigen Ecken vorhanden.

Jetzt soll der Hahn über den Winter restauriert und später nach Abschluss der Gesamtsanierung von St. Nicolai wieder an seinen Platz über den Dächern von Eckernförde gesetzt werden. Im Frühjahr soll auch die noch oben gebliebene Kugel abgenommen werden, unter der, etwa einen Meter tiefer, die Turmspitze einen Knick bekommen hat. Für den Winter werde sie oben bleiben, damit keine Feuchtigkeit in das darunterliegende Gebälk eindringen könne, so Fröhler.

Ein Hahn ziert vorwiegend evangelische Kirchtürme. Daneben gibt es andere Wetterfahnen. Auf manchen Kirchturmspitzen drehen sich Schwan, Ross oder an der Küste und auf Inseln gerne Schiffe.

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