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Shoppingspaß an Halloween

Gettorf Shoppingspaß an Halloween

Zum ersten Halloween-Shopping hatten Geschäftsleute und Gewerbetreibende am späten Freitag nach Gettorf eingeladen. Der gruselige Einkaufsspaß mit vielen Aktionen kam gut an.

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Fröhliches Halloween-Duo: Josephine (li.) und Florentine (beide 7) haben ein Gesicht in einen Kürbis geschnitzt. Rund 20 Kinder konnte Lisa Scheer von der Cima zu dieser Aktion auf dem Marktplatz begrüßen.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. Gettorf. Wer reitet so spät durch Nacht und Wind... Es ist Vivian Voß. Hoch zu Ross ist sie im Auftrag der Itzehoer Versicherung im Gettorfer Ortszentrum unterwegs, um Süßes und nicht etwa Saures unters Volk zu bringen. Am Freitagabend ist in der Wohld-Gemeinde alles ein bisschen anders als sonst: Halloween-Shopping. Nicht nur Vivian und ihr Hengst Zorro sorgen für Gruselspaß.

 Lisa Scheer von der Lübecker Cima – dieses Lübecker Unternehmen berät die Gemeinde Gettorf in Sachen Stadtmarketing – muss an diesem Herbstabend Überstunden machen. Das macht sie gern. Unzählige Kinder finden sich an ihrem Stand in der Nähe der Eiche ein, um Kürbisse zu schnitzen. „Ich hab’ schon ganz klebrige Finger“, sagt Lisa Scheer und lächelt. In den vergangenen Monaten hatte sie von Berufs wegen reichlich Gelegenheit, Gettorf näher kennenzulernen. Was ist ihr aufgefallen? „Es gibt hier einen wirklich sehr hübschen Ortskern, viele schöne kleine Geschäfte und einen tollen Zusammenhalt.“ Die Halloween-Aktion soll dazu beitragen, dies noch viel bekannter zu machen.

 Wer ist der größere Konkurrent für die Gettorfer Geschäftsleute – das Internet oder der Zug nach Kiel? „Eindeutig das Internet“, meint Uta Hoffmann vom Schuhhaus Johannsen. Sie hat ihr Schaufenster extra für den Halloween-Abend schön gruselig dekoriert. „Ich unterstütze das gern, denn wir brauchen Aktionen, die das Ortszentrum beleben“, sagt sie. Ähnlich denkt Erika Barkow, Inhaberin der Boutique Männersache(n). Allerdings ist sie in einem Punkt anderer Meinung als Uta Hoffmann. Für Erika Barkow ist „weniger Internet-Shopping ein Problem als vielmehr die Tatsache, dass der Citti-Markt in Kiel schnell und bequem mit dem Zug erreichbar ist“.

 Richtig gute Umsätze machen an diesem Abend Jutta und Norbert Iwersen in ihrer Bücherstube. In einer Auflage von 100 Stück haben sie in einen Krimi von Richard Keen reichlich Gettorfer Lokalkolorit einbauen lassen. Bereits gegen 19 Uhr ist die halbe Auflage von Tod in Gettorf verkauft. Ein abgetrennter Arm, der in der Nähe der St.-Jürgen-Kirche gefunden wird – mit diesem schaurigen Plot hätten die Iwersens keinen besseren Zeitpunkt für die Buchpremiere wählen können als Halloween.

 Um den Gruselspaß komplett zu machen, liest an diesem Abend in der Buchhandlung die Kabarettistin Brigitte Scharbau aus Die kleine Hexe von Otfried Preußler und Der kleine Vampir von Angela Sommer-Bodenburg.

 Hätte es am Freitagabend einen Preis für die schönste Grusel-Dekoration gegeben, wäre die Apotheke am Markt wahrscheinlich ganz weit vorn gelandet. Kürbisse, Gespenster-Girlanden an der Decke und im Eingangsbereich ein furchterregendes Gerippe – da hat auch der als Zauberer verkleidete Christoph (3), Sohn von Apothekerin Karola Kolbe-Scholl, seinen (Grusel-)Spaß.

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Burkhard Kitzelmann
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