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Hannah und Lea waren dabei

Floorball-WM in Finnland Hannah und Lea waren dabei

Für Hannah Hartges (19) aus Neuwittenbek und Lea Fischer (18) aus Goosefeld drehte sich in den vergangenen Wochen alles um den Floorball. Die beiden leidenschaftlichen Floorballspielerinnen gehören zum WM-Team der deutschen Damen und nahmen an der Floorball-WM im finnischen Tampere teil.

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Floorball ist ihre absolute Leidenschaft: Die Freundinnen Hannah Hartges (rechts) aus Neuwittenbek und Lea Fischer aus Goosefeld haben vor kurzem in der deutschen Damennationalmannschaft mitgespielt. Das Team kam auf Platz sechs – der größte WM-Erfolg seit 16 Jahren.

Quelle: Birgit Johann

Neuwittenbek/Goosefeld. Gewicht: 23 Gramm, Außendurchmesser: 72 Millimeter und 26 Löcher in der Oberfläche. An einem Floorball ist nicht viel dran. Für Hannah Hartges (19) aus Neuwittenbek und Lea Fischer (18) aus Goosefeld aber drehte sich in den vergangenen Wochen alles um dieses luftige Leichtgewicht. Die beiden versierten und leidenschaftlichen Floorballspielerinnen gehören zum WM-Team der deutschen Damen und nahmen zwischen dem 2. und 13. Dezember an der Floorball-Weltmeisterschaft im finnischen Tampere teil. Die Mannschaft kam auf Platz sechs, was die deutschen Damen seit 1999 nicht mehr geschafft hatten. Weltmeister wurde zum fünften Mal in Folge Schweden.

 Für die Freundinnen aus dem Altkreis Eckernförde ist also gerade eine aufregende Zeit vorbei – auch wenn es für sie nicht der erste WM-Auftritt war: Im vergangenen Jahr holten sie bereits mit dem deutschen U-19-WM-Team in Polen die Bronzemedaille. In Tampere gehörten Hannah und Lea jetzt zu den Jüngsten. Während der letzten vier Spiele musste das WM-Team aber auf Hannah verzichten: Die junge Neuwittenbekerin, Verteidigerin, knickte in der Vorrunde gegen Tschechien im vollen Lauf um und erlitt schlimme Knieverletzungen. Diagnose: Kreuzband- und Innenbandriss. „Bis ich wieder trainieren darf, können durchaus neun Monate vergehen“, sagt sie und lächelt tapfer. Physiotherapie und Schmerztabletten gehören bis auf Weiteres zum Alltag. Im Januar soll Hannah operiert werden.

 Auch die sieben- bis zehnjährigen Nachwuchsspieler, die Hannah in ihrem Heimatverein TSV Neuwittenbek betreut, müssen sich also noch eine ganze Weile gedulden. Weitermachen ist aber für Hannah keine Frage – nach ihrer Genesung. Sie besucht die Gettorfer Isarnwohld-Schule und steckt zurzeit genau wie Lea ohnehin mitten im Abi-Stress. Wichtige Klausuren umsäumten die WM-Zeit. Während es an Hannahs Schule aber kein Problem war, im Dezember acht Tage schulfrei für Finnland zu erhalten, musste sich für Lea, die auf die Eckernförder Jungmann-Schule geht, nochmal gesondert der Sportlehrer einsetzen.

 Aber es hat dann doch noch geklappt. Zeit, um vor den WM-Spielen aufgeregt zu sein, habe sie jedenfalls nicht gehabt, sagt Lea. Sie sei viel zu platt von Klausuren gewesen. Richtig nervös werde sie aber ohnehin meist nur auf der Auswechselbank. Leas Heimatverein ist der Gettorfer TV. Hier spielt sie schon seit vielen Jahren Floorball, ist auch Mitglied der Regionalliga und hat längst ihren Vater Jens Fischer angesteckt, der in der Ü-30-Mannschaft mitmischt.

 Warum gerade Floorball? „Es ist super schnell und dynamisch”, erklärt Lea, die meist im Flügel eingesetzt wird, vergleichbar mit der Stürmerposition beim Fußball. Wie bei anderen Mannschaftssportarten kämen dann noch Team-Zusammenhalt und Euphorie dazu, sagt die Goosefelderin. Als Leistungssport sei Floorball auf Dauer wahrscheinlich nicht unbedingt das Nonplusultra für die Gelenke. Dennoch will sie diesen hockeyähnlichen Sport auf jeden Fall so lange weiter betreiben, wie es geht. „Ich habe bereits mehrere über 30-jährige Spieler von Weltrang kennengelernt und sogar von welchen gehört, die um die 50 Jahre alt sind“, teilt Lea mit. Beruflich will sie aber etwas ganz anderes machen: „Ich möchte Konditorin werden.“ Hannah strebt zunächst eine Ausbildung als Physiotherapeutin an und hat vor, anschließend Sportmedizin zu studieren.

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