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Lob für den Stellplatz am Noor

Wohnmobilisten Lob für den Stellplatz am Noor

Der Frühling hätte sich zu seiner 2016er-Premiere gern etwas freundlicher und vor allem wärmer präsentieren dürfen. Dennoch: Auf dem ganzjährig geöffneten Wohnmobilstellplatz am Noor in Eckernförde herrschte gestern bereits reger Andrang. Über den Tag passierten 32 rollende Eigenheime die mit einer Schranke versehene Einfahrt.

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Stadtwerke-Chef Dietmar Steffens freut sich über so viel Treue: Seda Kreye aus Hamburg und ihr Hund Luna sind Stammgäste auf dem Wohnmobil-Stellplatz am Noor.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Eckernförde. Eröffnet wurde der am Kakabellenweg gelegene Platz vor einem Jahr. Die Stadtwerke als Bauherr und Betreiber nahmen dies zum Anlass für eine kleine Feier. Die Bilanz der ersten zwölf Monate kann sich sehen lassen: 9200 Wohnmobile mit gut 18000 Gästen. „Das ist mehr, als wir erwartet haben“, freut sich Stadtwerke-Chef Dietmar Steffens. Sollte sich die Auslastung weiter so positiv entwickeln, werde die Einrichtung vielleicht schon bald schwarze Zahlen schreiben, hofft er.

 Gewinner sind in jedem Fall der Einzelhandel und die Gastronomie des Ostseebades. Dietmar Steffens zitierte Touristik-Leiter Stefan Borgmann, wonach jeder Gast des Wohnmobilstellplatzes täglich im Schnitt 40 Euro in der Stadt ausgibt. Bei 18000 Besuchern ergebe dies eine Kaufkraft von 720000 Euro, rechnete der Stadtwerke-Chef vor.

 Zunächst aber musste kräftig investiert werden. 1,2 Millionen Euro gaben die Stadtwerke für die für bis zu 49 Wohnmobile konzipierte Anlage aus. Der Löwenanteil floss in ein Servicegebäude mit Sanitärbereich (auch für Menschen mit Behinderungen) und Babywickelplatz, Waschmaschine und Trockner sowie Küche mit Kochplätzen, Spülmaschine und Essplätzen für bis zu acht Personen. Sogar an eine spezielle Dusche für Hunde wurde gedacht. Hinzu kommt eine wetterfeste Ver- und Entsorgungsstation mit Bodenheizung. Diese verhindert, dass sowohl das Frisch- als auch das Abwasser einfrieren. Und ein aufwendiges Drainagesystem sorgt dafür, dass das Regenwasser gut abfließen kann.

 So viel Engagement für die Nutzer wird belohnt. Bei der Wahl des Stellplatzes des Jahres durch die Leser der Zeitschrift Promobil erreichte die Eckernförder Einrichtung Ende 2015 nur acht Monate nach der Eröffnung einen respektablen sechsten Platz. „Darauf sind wir stolz“, so Stadtwerke-Mitarbeiterin Sabine Windmann-Schaffer, zuständig für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit.

 Auch auf der Geburtstagsfeier gab es nur lobende Worte. Seda Kreye und Sven Kröger aus Hamburg, die bereits mehrfach mit ihrem Wohnmobil zu Gast in Eckernförde waren, gefällt vor allem die Lage mit den kurzen Wegen in die Innenstadt, zum Hafen und zum Strand. „Unübertroffen“ seien auch die sanitären Einrichtungen, so Sven Kröger, „und die Küche ist ein Traum“. Auch über die schriftlichen Rückmeldungen können sich die Verantwortlichen der Stadtwerke freuen. „Euer Stellplatz ist vom Feinsten, besser geht es nicht. Ihr habt alles mit so viel Liebe zum Detail gemacht. Wir geben zehn von zehn Punkten“, schrieb zum Beispiel ein Ehepaar aus Leer. Lob kommt auch aus Himbergen bei Uelzen. „Alles richtig gemacht! Dieser Stellplatz stellt alles zuvor Gesehene in den Schatten“, notierten zwei zufriedene Gäste. Fällt den Besuchern denn gar nichts Negatives ein? Doch. „Der Automat am Eingang ist nicht besonders benutzerfreundlich“, findet Sven Kröger.

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Burkhard Kitzelmann
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Foto: Der Blick auf die Noorterrassen des Steindamms mit dem Durchlass zum Innenhafen. Rechts sind zwei der drei geplanten Solitärgebäude zu sehen.

Erst die Wasserfläche, dann die Bebauung. Das ist die Prämisse, die das Ministerium in Kiel für die Umsetzung des Eckernförder Stadtentwicklungsprojekts Nooröffnung ausgegeben hat. Grund: So ließe sich die Vermarktung der Wohnbauflächen an der Nooröffnung besser einschätzen.

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