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Hin zu den Bürgern

Neue Wählergemeinschaft Hin zu den Bürgern

Er gehörte zu den Mitbegründern des Bürger-Forums. Doch dem hat er nun den Rücken gekehrt. Dass das Forum, welches mit vier Vertretern der Eckernförder Ratsversammlung angehört, dem Hotel-Projekt auf dem Exer seine Zustimmung erteilt hat, wertet Heinrich Berbalk als „unvereinbar mit dem den Bürgern versprochenen Schutz vor Willkür“.

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Heinrich Berbalk ist aus dem Bürger-Forum ausgetreten und will bei den Kommunalwahlen mit einer neuen Wählergemeinschaft antreten.

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. Der 70-Jährige hat daraus seine Konsequenzen gezogen und kündigt zugleich die Gründung einer neuen Wählergemeinschaft an. Mit den „Selbstbestimmten Eckernförder Bürgern“ will Berbalk bei den Kommunalwahlen im Frühjahr 2018 antreten.

Die Entscheidung hat er nicht spontan getroffen. „Seit dem Tod von Stadtrat Micha Bund, der böswilligen Vertreibung von Reinhard Jentzsch aus Eckernförde, dem Kampf der Pharisäer gegen Heinrich Mehl und dem Verlust der Politikziele unter der Regie von Matthias Huber haderte ich vielfach, aus dem Bürger-Forum auszutreten“, erklärt Berbalk, der noch während seiner Tätigkeit als Professor an der Universität Hamburg vor 22 Jahren nach Eckernförde gezogen ist. Nun hat er den Schritt des Austritts vollzogen. „Das Bürger-Forum ist zu einer Partei mit viel Gegeneinander geworden“, bedauert er. Zudem seien deren Ratsmitglieder – wie auch die der anderen Parteien – an der Aufklärung und Umsetzung von Bürgerwünschen nicht mehr interessiert.

Vor allem die baulichen Veränderungen am Hafen werden von Berbalk beklagt. Im Zusammenhang mit den Neubauten an der Hafenspitze spricht er von „Klein Köln an der Förde“ und einer „Zubetonierung“. Das, so meint er, entspreche weder dem Geschmack noch dem Wohl der Bürger. Das „verwobene Finanz-, Politik- und Bauwesen in Eckernförde“ komme ihm vor wie ein Tanz um das goldene Kalb. Die in der Verantwortung stehenden Parteien seien nunmehr dabei, die „Betonierarbeiten“ im Bereich Gaehtjestraße und am Noor fortzusetzen. In der Vergangenheit hätten sie bereits mehrfach die Vernichtung von Baudenkmälern hingenommen und somit auch zu einer Zerstörung des Stadtbildes beigetragen. Berbalk wertet das nicht nur als Versagen der politisch Verantwortlichen, sondern auch als eine Täuschung der Bevölkerung.

„Da das Bürger-Forum nunmehr ausgefallen ist, werden wir für die Mehrzahl der geschädigten, übergangenen und getäuschten Bürger zur kommenden Wahl mit einer neuen Wählergemeinschaft, den ,Selbstbestimmten Eckernförder Bürgern’ antreten“, kündigte er an. Einen Mangel an Kandidaten gebe es nach seinen Worten nicht. Zudem plant die neue Gruppierung, eine eigene Kandidatin für das Amt des Bürgermeisters ins Rennen zu schicken. Details sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden. tze

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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