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Hoffnung für die Strandkantine

Eckernförde Hoffnung für die Strandkantine

Für Besucher am Eckernförder Strandabschnitt Am Dang ist er eine beliebte Anlaufstelle. Hier gibt es Currywurst und Pommes zum Mitnehmen. Hier kann man seinen Kaffee auch in Badehose ordern. Doch der Imbisswagen Strandkantine ist bedroht – zum Ärger der Gäste. Über 900 unterschrieben für den Erhalt des Angebots.

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Gabriele Dombrowski (rechts) schaut öfters bei Petra Ertunc vorbei und ordert einen Kaffee. Doch der Fortbestand der Strandkantine ist ungewiss.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Schickimicki ist woanders. Bei Petra Ertunc geht es bodenständig zu. Zwei Flaschen „Rot/Weiß“ hängen für die Garnierung der Pommes Frites über dem Tresen. Schilder künden von weiteren Genüssen aus der Fritteuse wie Backfisch und Chicken-Nuggets. Die Gäste schätzen die schnellen Sattmacher – und die freundliche Atmosphäre. „Wir haben viele Stammkunden gewonnen“, sagt Petra Ertunc, die seit einem Jahr in der Strandkantine arbeitet. „Für manche ist unsere Bude schon Kult geworden.“

 Auch Gabriele Dombrowski kommt hier öfters vorbei. „Es ist günstig, nicht so voll, man bekommt etwas zum Mitnehmen, kann hier aber auch wunderbar sitzen“, sagt sie. Und bestellt sich gleich einen Kaffee. Vor der Strandkantine finden sich 24 Außenplätze mit Blick auf die Ostsee. „Da sitzen die Leute gerne, trinken ihren Kaffee und schauen manchmal stundenlang aufs Meer“, weiß Petra Ertunc.

 Doch mit dem kleinen Imbiss-Idyll könnte es bald vorbei sein. Direkt hinter der Strandkantine liegt Bauland. Ein Schuppen und ein Altstadthaus sollen abgerissen werden und Platz für ein neues Wohn- und Geschäftshaus machen. Petra Ertunc hat zwar eine Zusage, dass der Wagen bis dahin „geduldet“ sei. „Doch wir wissen dann noch nicht, wo und wie wir während der Abriss- und Bauphase stehen können.“ Ganz zu schweigen von der Zukunft nach der Errichtung des Neubaus. „Dann müssen wir hier weg.“

 Laut Bürgermeister Jörg Sibbel ist zwischen Jungfernstieg und der Strandkantine (am Zwischengang neben dem sogenannten Boettcher-Haus) von privater Hand ein kombiniertes Wohn- und Geschäftshaus geplant. Der Bebauungsplan sieht hier ein Mischgebiet vor. Das heißt in diesem Fall: 75 Prozent der Fläche im Erdgeschoss sollen durch Gewerbe belegt werden. Doch Petra Ertunc kann sich nicht vorstellen, mit dem Angebot der Strandkantine in den Neubau zu gehen. Allein schon wegen der Miete. „Wir möchten nicht in ein Gebäude, sondern dass die Bude am Strand bestehen bleibt.“

 Schützenhilfe kommt von einer Nachbarin, die eine Unterschriftenaktion initiierte. 936 Unterschriften liegen bereits vor, über 1000 sollen es noch werden. Dann will man die Liste der Stadt übergeben. Der Rest ist Hoffnung, dass es irgendwie weitergeht.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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