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Wenn Sprache an Grenzen stößt

Gettorf Wenn Sprache an Grenzen stößt

Für das Projekt Sanfte Pfoten rührt Landesfinanzministerin Monika Heinold (Grüne) am Freitag gern die Werbetrommel. Fürs Ausbilden von fünf Besuchshundeteams sucht der Hospizverein Dänischer Wohld Sponsoren.

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Landesginanzministerin Monika Heinold (vor der Tür) rührte in Gettorf die Werbetrommel für die Ausbildung von Besuchshundteams.

Quelle: Rainer Krüger

Gettorf. Auf der Homepage www.wir-bewegen.sh hat die Investitionsbank Schleswig-Holstein ein Forum zur Projektförderung durch Spenden geschaffen. „2000 Euro benötigen wir, um die Teams ausbilden zu können“, sagt Friederike Boissevain, Vorsitzende des 105 Mitglieder zählenden Vereins.

 Seit der Klubgründung Ende 2012 wurden elf Paare über den Verein ausgebildet, dazu gibt es zwei mit schon vorhandener Qualifikation. „In unserer Arbeit mit den kranken und sterbenden Menschen haben wir gemerkt, dass die Sprache an Grenzen stößt. So kamen wir auf die Idee mit den Hunden“, berichtet Boissevain. Ausgebildet hat die Teams Assistenzhundetrainerin Kati Zimmermann aus Hummelfeld. „Vor dem Lehrgang gibt es für Mensch und Hund einen Eingangstest. Grundgehorsam muss da sein. Das Tier darf keine Angst haben und sozial veranlagt sein“, so Zimmermann. Fünf Wochenenden dauert der Kursus. Dass Besuche helfen, hat Zimmermann oft beobachtet. „Wenn Hunde ins Bett kriechen, sorgt das Hecheln nah am Menschen für Entspannung. Das Lecken der Hände kann Spastiken lösen“, weiß die Trainerin, die als Altenpflegerin gearbeitet hat.

 Eine ihrer Schülerinnen ist Erika Boike aus Eckernförde. Nächste Woche haben sie und ihr Hund Hannes in Altenholz Besuchspremiere. Mittelfristig rechnet sie damit, in der Imland-Klinik Eckernförde eingesetzt zu werden. Denn auch im Krankenhaus sollen bald Besuchshunde kommen dürfen. „Es ist ein tolles Gefühl, wenn man Freude bringt“, berichtet Jutta Voss aus Surendorf, die bereits eine Dame im Privathaus besucht hat.

 28 Hospizbegleiter sowie zwei hauptamtliche Koordinatorinnen gehören zum Verein, der zwischen Eckernförde und Kiel tätig ist. „40 Männer und Frauen haben wir 2014 begleitet. Ich rechne damit, dass es mehr werden. Denn so bekannt ist unsere Idee noch nicht“, sagt Boissevain zu Heinold. „Die vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden für den Hospizverein zeigen eindrucksvoll, was Menschen bewegen können und wie viele gute Ideen es gibt“, lobt die Ministerin

 1737 Euro sind über die Homepage schon gesammelt worden. Dennoch bedarf es weiterer Spenden. Wenn die Zielsumme nicht erreicht wird, gibt es auch kein Projekt. Noch sind 24 Tage Zeit, das restliche Geld zu bekommen (Kontakt Hospizverein, Tel. 04346/6026448).

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