21 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
„Der tut nichts!“ ist keine Entschuldigung

Neuer Hundeverein „Der tut nichts!“ ist keine Entschuldigung

Es nieselt. Doch Hundehalter sind wetterfest. Gut 15 Herrchen und Frauchen haben sich an diesem Vormittag versammelt, um mit ihren Vierbeinern zu trainieren. Denn die sollen auf Zuruf hören. Im neuen Hundeverein "Gefährten auf vier Pfoten" lernen Halter und Hund die Grundlagen und Feinheiten

Voriger Artikel
Streit um „Ernte“ im Biergarten
Nächster Artikel
Bei Einbruch 1000 Jeans erbeutet

Nicole Borowy (links) und Stephanie Klameth leiten den neuen Hundeverein „Gefährten auf vier Pfoten“.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde.  Auf einer Wiese im Eckernförder Gewerbegebiet Nord schickt Silke Tomzak ihren Labrador-Retriever Tobi zum Apportieren. Einen geworfenen Dummy soll er finden und zurückbringen. Doch das ist nicht alles. Die anderen Hunde müssen auch ruhig sitzen bleiben, während Tobi agiert. Hundetrainerin Stephanie Klameth hat ein wachsames Auge auf die Kandidaten. Denn nicht immer hören die Vierbeiner.

 Für Silke Tomzak ist das Ziel klar. „Sitz, Platz und Apportieren, das muss verlässlich funktionieren.“ Leider habe man am Anfang dabei etwas versäumt. Jetzt gehe es darum, dass der Labrador-Retriever den Grundgehorsam beherrscht. „Sonst gibt es später ganz andere Probleme“, sagt Tomzak. Langsam möchte sie mit ihrem Hund auch in den Dummy-Sport einsteigen.

 Hundetrainerin Klameth weiß, wie wichtig es ist, dass Kommandos wie Sitz, Platz und Fuß sowie eine korrekte Leinenführung abrufbar sind. Wenn ein Hund auf einen Jogger zuläuft, „dann darf sich der Halter nicht mit einem Der tut nichts entschuldigen“, stellt sie klar. Ein Hund müsse so gut hören, dass er niemanden belästige. Je früher Hund und Herrchen diese Alltagstauglichkeit trainieren, umso besser. Im Hundeverein „Gefährten auf vier Pfoten“ wird auch die Begleithundeausbildung angeboten.

 Mitte September wurde der neue Verein in Lehmsiek bei Eckernförde aus der Taufe gehoben. Vorsitzende ist Nicole Borowy. „Ein Hund war immer mein Lebenstraum“, erzählt die Kielerin. Und Labrador-Retriever Carlo sollte von vornherein „klar und gut erzogen“ sein. Denn ab und zu darf er mit ins Büro. Sie selbst strebt die Prüfung zur Hundetrainerin an. Eine Qualifikation, die die zweite Vorsitzende, Stephanie Klameth, bereits besitzt. Seit 1994 beschäftigt sie sich mit Hunden, züchtet hobbymäßig Labradore. Für kommendes Jahr plant die Diabetesberaterin ein weiteres Projekt: Ein Seminar zum Ausbilden von Diabetes-Warnhunden. Entsprechend geschulte Hunde können am Geruch des Diabetikers (insbesondere Typ I) erkennen, wenn ihm Unterzuckerung droht.

 Der Verein umfasst derzeit 30 Mitglieder, darunter – aus der Entstehung heraus – viele Halter von Retrievern. „Wir sind aber auch für andere Hunderassen offen“, sagt Borowy. Der Verein versteht sich zudem als Akademie und will Seminare und Vorträge rund um den Hund anbieten. Aus- und Fortbildungen laufen sowohl in Praxis als auch Theorie. Infos: www.gefaehrtenauf4pfoten.jimdo.com

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3