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Zeichen gegen Müll im Meer

Strandmüllbox Zeichen gegen Müll im Meer

Um einen Beitrag gegen die zunehmende Vermüllung der Meere zu leisten und das Bewusstsein der Strandbesucher zu schärfen, startete die Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde (AWR) in Kooperation mit dem Umweltministerium, der Stadt Eckernförde und den Gemeinden Schwedeneck und Waabs das Pilotprojekt Strandmüllbox.

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Damit weniger Plastik im Meer landet: AWR-Geschäftsführer Ralph Hohenschurz-Schmidt (links) und Touristikmanager Stefan Borgmann stellen die Strandmüllbox vor.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Eckernförde. Jahr für Jahr landen nach Expertenschätzungen über sechs Millionen Tonnen Kunststoffabfälle in den Ozeanen. Nur zum Teil wird dieses Problem an den Uferbereichen sichtbar. Der größte Teil der Plastiktüten, Flaschen, Kanister und alten Netze bleibt im Wasser und gefährdet dort Fische, Seevögel, Säugetiere wie Wale und Robben und auch Kleinlebewesen.

Die Auftaktaktion fand am Sonnabend im Rahmen des landesweiten Coastal-Cleanup-Days am Ostsee-Info-Center in Eckernförde statt.

Insgesamt 15 Behälter mit einem Volumen von 240 und 1100 Litern will die AWR an Stränden aufstellen – fünf in Eckernförde, sechs in Schwedeneck sowie vier in Waabs. In diesen Containern können Spaziergänger und Badegäste den Müll entsorgen, den sie an den Stränden finden. Dem Eckernförder Touristikmanager Stefan Borgmann schwebt vor, die Behälter in Lärchenholz-Boxen einzuhausen. Damit bekäme die Umweltaktion auch eine soziale Komponente, denn das Anfertigen der Boxen würden die Eckernförder Werkstätten übernehmen.

Wie AWR-Geschäftsführer Ralph Hohenschurz-Schmidt berichtete, ging die Initialzündung für diese Aktion von Tim Adam aus. Der Student leistete 2012/2013 bei der AWR ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) ab. Ein besonderes Anliegen sei es ihm gewesen, ein Zeichen gegen die Vermüllung der Meere durch Kunststoffabfälle zu setzen. „Kunststoff ist zwar einerseits äußerst praktisch, andererseits aber aus umweltschützerischer Sicht eine Geißel der Menschheit“, so Hohenschurz-Schmidt. Über die Nahrungskette gelangt der Müll übrigens zurück zu den Verursachern. So soll Plastik bereits im Blut von Menschen nachweisbar sein.

Es ist im ureigensten Interesse der Fischer, dass sie gesunde Meeresfrüchte in ihren Netzen haben. „Deshalb begrüße ich die Aktion Strandmüllbox“, sagte der Eckernförder Fischer und Vorsitzende des Landesfischereiverbandes, Lorenz „Lorne“ Marckwardt. Er wies darauf hin, dass sich die Küstenfischer bereits seit mehreren Jahren im Rahmen der Aktion „Fishing for Litter“ für eine saubere Nord- und Ostsee engagieren. Nach Auskunft Marckwardts befinden sich in der Ostsee noch viele Plastikmüll-Altlasten – vor allem aus der Zeit, als die sogenannten Butterschiffe noch unterwegs waren.

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Burkhard Kitzelmann
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