17 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Herrenhaus und Park sind verkauft

Altenholz-Stift Herrenhaus und Park sind verkauft

Ist die Lösung für einen Wohnpark am Herrenhaus Stift in Altenholz greifbar nah? Bauunternehmer Udo Wagner aus Tetenhusen hat dem Bauausschuss am Montag sein Konzept mit viel Raum für Senioren und Wohngemeinschaften präsentiert. Und er hat das Stifter Herrenhaus und seinen großen Park bereits gekauft, erfuhr das überraschte Publikum.

Voriger Artikel
Vision für den Strand
Nächster Artikel
Luftballons gegen Falschparker

Herrenhaus Stift: Das denkmalgeschützte Gebäude will der Investor zum Gemeinschaftseigentum machen. Café, Raum für Lesungen, eine Tagespflegestation im ersten Stock und zwei Mietwohnungen zur Finanzierung der Unterhaltskosten schweben ihm vor.

Quelle: Cornelia Müller

Altenholz. Schriftliche Vorlagen für alle gibt es noch nicht. So wartet alles gespannt auf die Leinwandpräsentation. Der Entwurf für die sechs großen Wohnhäuser mit jeweils mehreren Wohnungen und das Herrenhaus als Gemeinschaftseigentum mit öffentlichem Café, Raum für Kunst oder Kultur sowie Tagespflegestationen ist taufrisch und wird erstmals öffentlich vorgestellt. Der Unternehmer aus Tetenhusen, der auch Architekt ist, zählt Erfahrungen mit unterschiedlichsten Wohnformen für Senioren auf. „Seit 1990 bin ich im Bereich Pflege, betreutes Wohnen und Wohngruppen für Ältere tätig, die als Gleichberechtigte in einer WG zusammen leben. Auch in Kiel-Elmschenhagen gibt es das Modell schon. Die Leiterin vom Mobilen Pflegeservice Kiel, den er einbinden will, hat er mitgebracht, ebenso die Betreiberin des abgebrannten Allee-Cafés. „Sie soll das Café Herrenhaus übernehmen.“

Das ist der Plan: Hinter dem Herrenhaus und hinter den großen alten Bäumen daneben sollen sich entlang einer Mittelachse symmetrisch sechs zweistöckige Wohnhäuser mit Staffelgeschoss anordnen. Mit knapp zwölf Metern Gesamthöhe wären sie deutlich niedriger als das Herrenhaus. Vier Häuser beherbergen jeweils zehn Eigentumswohnungen unterschiedlicher Größe, die laut Investor auch für Jüngere interessant sein könnten. Die beiden hinteren und größeren Gebäude, die durch gläserne Treppenhäuser untergliedert sind, sind für kleinere Mietwohnungen und Wohngruppen gedacht.

„Wo sollen die Bewohner parken?“, will der Ausschuss ebenso wie die Besucher in der vorgezogenen Fragestunde wissen. „In Tiefgaragen unter den Gebäuden. Den Untergrund habe ich untersuchen lassen, das passt. Durch Anwohnerstraßen dürfen nur Rettungsfahrzeuge von hinten auf das Gelände fahren. Besucher bleiben auf dem Parkplatz vorn, wo heute ein Garagenhof ist. Hier plane ich auch die Tiefgaragenzufahrt“, schließt er.

Verblüfft über ein so konkretes Modell sind einige Zuhörer, unter denen auch Anwohner sind, schon. „Es gibt ja noch gar kein Bauleitverfahren“, merkt jemand an. „Sollte die Gemeinde das Konzept, an dem wir noch feilen können, ablehnen, werde ich vom Kaufvertrag zurücktreten“, antwortet er. Ob alte Bäume weichen müssen, wollen andere wissen. Wagner: „Im äußeren Bereich kann viel stehenbleiben.“ Zum Denkmalschutz, der sich nach Auffassung der Gemeinde nur aufs Herrenhaus und nicht auf den Garten erstreckt, antwortet Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD): „Ich denke, dass wir im Gespräch mit dem Denkmalschutz überzeugen.“ Ein abschließendes Meinungsbild gibt es nicht. Gleichwohl scheint das Konzept auf den ersten Blick vielen zuzusagen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3