25 ° / 17 ° Gewitter

Navigation:
Raumnot bei Tafel

Gettorf Raumnot bei Tafel

Die Tafel in Gettorf braucht mehr Platz. Binnen Jahresfrist hat sich die Zahl der Nutzer mehr als verdoppelt. Nach Auskunft von Tafel-Sprecherin Barbara Neusüß ist dies vor allem auf die stark gestiegene Zahl der Asylbewerber zurückzuführen.

Voriger Artikel
Richtfest für 45 Wohnungen
Nächster Artikel
Investor möchte Villa erhalten

Barbara Neusüß wünscht sich mehr Platz für die Tafel-Ausgabe.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. Immer mehr Flüchtlinge nutzten die Möglichkeit, sich freitagsvormittags fast kostenlos mit Lebensmitteln einzudecken. Die Tafel-Kunden entrichten lediglich eine pauschale Gebühr in Höhe von 1,50 Euro.

Die Zahlen, die Barbara Neusüß jetzt Amtsvorsteher Kurt Arndt, Amtsdirektor Matthias Meins, Bürgermeister Jürgen Baasch und Bauhofleiter Ortwin Schröder präsentierte, sprechen eine deutliche Sprache. Im September vergangenen Jahres waren bei der Gettorfer Tafel, einer Zweigstelle der Eckernförder Tafel, 49 Bedarfsgemeinschaften registriert, aktuell sind es 113. Die größte Gruppe der Bedarfsgemeinschaften, insgesamt 80, stellen mittlerweile Flüchtlinge. „Sobald sie die Erstaufnahmeeinrichtungen verlassen haben, bekommen sie den Tipp, sich an die Tafeln zu wenden“, so Neusüß. Insgesamt versorgt die Gettorfer Tafel ihren Worten zufolge aktuell 208 Personen, vor einem Jahr seien es 103 gewesen. Die durchschnittliche Kundenzahl bei den Ausgaben liege bei 60 (2014: 30).

Diesem Ansturm sind die erst vor knapp einem Jahr bezogenen Räume auf dem Bauhof-Gelände – ein Ausgabe- und ein Lagerraum mit jeweils knapp 20 Quadratmetern – offenbar nicht mehr gewachsen. „Eine geordnete, den Lebensmittel- und Hygienevorschriften gemäße Aufrechterhaltung des Tafeldienstes ist auch durch äußerste Disziplin, Logistik und körperlichen Einsatz nicht mehr gewährleistet“, so Barbara Neusüß im Namen aller 16 ehrenamtlichen Mitarbeiter in einem Schreiben an das Amt. Aus ihrer Sicht ist es „zwingend notwendig“, einen Durchbruch zum Nachbarraum zu schaffen, um dadurch den Platz für die Ausgabe zu erweitern. Außerdem wird vorgeschlagen, den Eingangsbereich noch vor dem Winter großzügig zu überdachen, damit die Wartenden vor Wind und Wetter geschützt sind.

Amtsvorsteher Kurt Arndt (SPD) versicherte am Freitag gegenüber den KN, dass das Amt Dänischer Wohld und die Gemeinde Gettorf die Tafel nicht im Stich lassen werden. Barbara Neusüß habe die Problematik sehr anschaulich dargestellt „Ich bin überzeugt davon, dass wir in kurzer Zeit eine akzeptable Lösung finden, die sowohl den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Tafel als auch den Nutzern dieser Einrichtung gerecht wird“, sagte Arndt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3