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Ab sofort wird abgerissen

Eckernförde Ab sofort wird abgerissen

Die Zeiten, in denen das „Stadt-Café“ die Lokalität schlechthin war, sind vergangen, und auch an die Ära des Tanzlokals „Casino“ in der Frau-Clara-Straße 4 erinnern sich wohl nur noch ältere Eckernförder. Jetzt wurde mit dem Abriss des traditionsreichen Gebäudes, das zuletzt das „Barbarossa“ beherbergte, begonnen. Und in wenigen Monaten steht nur zwei Häuser weiter ein erneuter Abriss an.

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Die Gaststätte Barbarossa, einst als „Stadt-Café“ äußerst beliebt, wird jetzt abgerissen. In wenigen Monaten fällt nur zwei Häuser weiter die beliebte Kneipe „Frau Clara“.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Auch die „Frau Clara“, das Szenelokal, das seit den 80er Jahren Generationen von Besuchern unter seinem Dach vereinte, soll im Herbst einem Neubau weichen. In beiden Fällen wird es keine Neuansiedlung von gastronomischen Betrieben geben.

 Die bestehende Erhaltungssatzung und eine Änderung des Bebauungsplanes haben dafür gesorgt, dass das seit Monaten leerstehende „Barbarossa“ immer mehr zu einem Schandfleck verkommen ist. Nun schafft der neue Eigentümer der Immobilie, Iwer Jensen aus Neudorf, Tatsachen: Es wurde mit dem Abriss des einst so beliebten „Stadt-Cafés“ begonnen. 1905 hieß es zunächst noch „Café Schütt“ und umfasste im Ursprung zur rückwärtigen Seite einen großen Garten mit „lauschigen Lauben“, wie in einer Anzeige zu lesen war.

 Wann nach dem Abriss mit einem Neubau begonnen werden kann, steht noch nicht fest. Geplant ist an dieser Stelle ein Wohn- und Geschäftshaus. Nach den Planungen des Architektenbüros Giese und Hanke sollen im Erdgeschoss Geschäfte des Einzelhandels und in der ersten Etage sowie im Dachgeschoss drei Mietwohnungen entstehen.

 Ähnliche Planungen durch das Büro Noor-Architektur gibt es für einen Neubau auf dem „Frau Clara“-Areal. Allerdings wurde für dieses Projekt seitens der Verwaltung bereits eine Baugenehmigung in Aussicht gestellt. Gemeinsame Eigentümer sind Björn Gallenkamp und Anja Niemann-Remien. Sofern die Planungen für den Neubau im Detail vorliegen, solle die „Frau Clara“ abgerissen werden, sagte Gallenkamp auf Nachfrage. Er könnte sich einen Baubeginn im Oktober vorstellen. Für das Erdgeschoss sei ein klassischer Einzelhandel vorgesehen. Im ersten Obergeschoss und im Dachgeschoss sollen drei barrierefreie und über einen Fahrstuhl erreichbare Ferienwohnungen geschaffen werden. Eine Gastronomie, so bedauert Gallenkamp, sei einfach nicht mehr umsetzbar. Nur der Name soll bleiben: Es wird „Frau-Clara-Haus“ heißen.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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