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Campen, aber mit Stil und Design

Schwedeneck Campen, aber mit Stil und Design

Neuer Name, frisches Gewand und ein hochmotivierter Kopf hinter dem Tresen: Mit der Windbar hat der Campingplatz Grönwohld wieder einen gastronomischen Anlaufpunkt. Auch die lang ersehnten Sommerhäuschen in eleganter Holzoptik stehen auf ihren Plätzen und beherbergen die ersten Gäste.

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„Viel gemütlicher als ein Zelt.“ Silke Hansen mit Svea Marie (5) und Jan Ole (11) genießen ihren Urlaub in den Desinger-Häuschen.

Quelle: Lutz Timm

Schwedeneck. Seit der Neueröffnung vergangenen Freitag hält Betriebsleiter Johnny Hübner in dem Lokal die Zügel in der Hand und bringt eine gehörige Portion frischen Wind mit. Neue Aus- und Ansichten gibt es ein paar hundert Meter weiter.

„Das ist jetzt mein neues Domizil“, sagt der 40-jährige Hübner und lacht. Die komplett sanierten Räumlichkeiten des Lokals, in denen zuvor Pacos Strandhütte beheimatet war, sind kaum wiederzuerkennen: neues Mobiliar, ein Ofen für gemütliche Stunden, ein hölzerner Tresen, der die Bar L-förmig umschließt und selbstgetischlerte Lounge-Möbel vor der Tür. „Außerdem haben wir jetzt eine kleine Küche nur für den Imbiss-Verkauf außerhalb und eine für das Restaurant. Das entzerrt die Arbeit“, erklärt er.

Nachdem Hübner in der Kieler Astor Bar bei Peter Bohrmann seinen Barmeister gemacht hat und nach Stationen in Hamburg zuletzt als Barchef im Längengrad in Kiel gearbeitet hat, freut er sich jetzt auf die neue Herausforderung in der Windbar. „Die Leute hier sind einfach sehr entspannt, zum Teil richtige Originale – das macht Laune“, beschreibt er die Atmosphäre. Mit einer bewusst übersichtlichen Speisekarte will der Gastro-Experte die Camper überzeugen. „Wir haben natürlich die Klassiker wie Holsteiner Sauerfleisch und Schnitzel, aber das Publikum hier ist auch durchaus offen für die abwechslungsreichen Gerichte, die wir auf der Tageskarte haben – nur deftig darf es gerne immer sein.“

Längerfristig soll die Windbar jedoch auch mit anderen Vorzügen punkten, wünscht sich Hübner. „Die Infrastruktur hier ist super, auch wenn es etwas ab vom Schuss ist. Aber alle Ideen müssen jetzt erst langsam in den Köpfen wachsen“, sagt er. Das Ziel seien etwa regelmäßige Veranstaltungen für Camper und Externe, schließlich soll die Windbar ganzjährig in Betrieb seien. „Vom Grünkohlessen über Partys mit Livemusik bis hin zu Hochzeiten ist vieles vorstellbar, aber es muss sich entwickeln.“ Eines ist für den neuen Restaurantchef jedoch sicher: „Leckere Getränke werden die Gäste immer bekommen.“

Ein neuer Blickfang sind die sechs Sommerhäuschen mit Meerblick, die mittlerweile in Betrieb sind. Sieben weitere Designer-Hütten folgen bis zum Herbst. Campingplatzbetreiber Michael Kreuzer musste rund elf Jahre warten bis alle erforderlichen Schritte in der Bauleitplanung genehmigt waren. „Jetzt stehen sie endlich und sind genau so, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagt Kreuzer. Die energetisch autarken Häuser für vier bis sechs Personen (27 bis 40 Quadratmeter) in schmucker Holzoptik kommen gut an, auch wenn die letzten Bastelarbeiten noch im Gang sind. „Normalerweise gehen wir nicht campen, aber die Häuser sind richtig schön. Die Bauarbeiten nehmen wir mit Humor – das ist unser Abenteuerurlaub“, erzählt Bewohnerin Silke Hansen aus Pinneberg.

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