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In Tirol wird es schön grün

Aufforstung in Brekendorf In Tirol wird es schön grün

Wer junge Eichen und Buchen pflanzt, wird deren maximale Wuchshöhe nicht mehr selber erleben. Am Rande der Landesforsten in Brekendorf nahe des Ortsteils Tirol wurde jetzt eine Ein-Hektar-Fläche mit insgesamt 7500 Exemplaren der beiden Baumarten bestückt – ein Waldstückchen für die nächsten Generationen.

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Teamwork: Franziska Mertens (rechts) und ihre Cousine Johanna graben Löcher für junge Traubeneichen, die Franziskas Mutter Jutta in der Hand hält. Insgesamt wurden jetzt am Landesforst Brekendorf 6000 kleine Eichen und 1000 Rotbuchen gesetzt.

Quelle: Birgit Johann

Brekendorf. Waldmehrung sei in Schleswig-Holstein ein wichtiges Thema, sind sich der Vizedirektor der Landesforstanstalt Lutz Boucsein und der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Johann Böhling, beim Termin in Brekendorf einig. Schließlich liege der Waldanteil in unserem Bundesland nur bei elf Prozent. Mindestens zwölf sind angestrebt.

 Die Landesforsten haben deshalb besagte Fläche zur Vergrößerung ihres rund 400 Hektar großen Brekendorfer Waldareals gekauft, und die Schutzgemeinschaft hat die Bäume gespendet – neben 6000 Traubeneichen und 1500 Rotbuchen auch zahlreiche heimische Gehölze wie Weißdorn und Pfaffenhütchen für den Waldsaum.

 CO2-Bindung, Beitrag zu nachwachsenden Rohstoffen, eine bessere Umwelt – die Argumente pro Wald sind vielfältig. Schön, dass dies inzwischen auch die Behörden so sähen, sagt Böhling bei der Begrüßung und erinnert daran, dass die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Rendsburg-Eckernförde vor 30 Jahren eher eine Antiwald-Haltung an den Tag gelegt habe. Und es sei ja auch wichtig, mit Augenmaß aufzuforsten, räumt Böhling ein. Für den Charakter der Hüttener Berge spielten auch andere Landschaftsmerkmale eine bedeutende Rolle, etwa Knicks und schöne Aussichtspunkte. Wo hat man dies sonst im flachen Schleswig-Holstein?

 Hauptsächlich aus ökologischen Erwägungen lässt der für den Brekendorfer Landeswald zuständige Förster Rainer Mertens außerdem zwischen den aufgeforsteten Flächen Raum für Biotope. Seit 2012 habe die Landesforstanstalt für ihr Revier in Brekendorf zwölf Hektar bis dahin landwirtschaftlich genutzte Fläche gekauft, informiert er. Acht Hektar davon seien aufgeforstet worden.

 Auf dem einen Hektar bei Tirol tun dies heute Vertreter der Waldjugend und andere junge Leute. Auch Brekendorfs Bürgermeister Gerhard Guthardt und die SDW-Vorsitzende Christel Happach-Kasan lassen es sich nicht nehmen, zum Spaten zu greifen. Allerdings ist die Aktion eher symbolisch: Das meiste hat zuvor bereits die Pflanzmaschine erledigt.

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