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Wenn aus Kupfer Kunst wird

Jungmannschule Wenn aus Kupfer Kunst wird

Rohre, Münzen, Drähte, Ringe, Bogen: Alles aus Kupfer und alles Kunst. Die Abiturienten der Jungmannschule hatten zu einer Kunstauktion in die Förde Sparkasse eingeladen und brachten Abstraktes und Naturalistisches aus dem Schwermetall an dem Mann.

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Sieben Wochen lang hat Max Schnoor an seinem Flugzeug aus Kupfer gearbeitet.

Quelle: Alev Dogan

Eckernförde. Am Anfang dieses Projekts im Kunstunterricht stand die Eckernförder Firma „Klünder Heiztechnik und Bäder“. Die lieferte nämlich den Rohstoff. „Wir hatten viel übriggebliebenes Material, das wir nicht mehr verwenden konnten“, erzählte Brigitte Thies, Inhaberin der Firma, „und ich dachte mir schon, dass könnte man doch sicher im Kunstunterricht gebrauchen.“ Claas Schlotfeldt, Kunstlehrer an der Jungmannschule fackelte nicht lang: „Da habe ich sofort zugesagt, ohne zu wissen, wie genau ich das in den Unterricht integrieren werde.“ Am Ende entschied er sich für eine weitestgehende Freiheit, mit der die Schüler das rote Metall bearbeiten konnten.

Technische Hilfeleistung bekamen sie aus dem Hause „Klünder“. Anlagemechaniker Michael Matuszewski betreute die Schüler wenn es ums Löten und Co. ging. Acht Wochen lang, hieß es auch für ihn: immer dienstags Doppelstunde Kunst. „Es war sehr interessant, mal was ganz anderes“, sagte er und gab zu: „Am Anfang hatte ich nicht gedacht, dass es so viel Spaß machen würde.“

Und das Ergebnis der Handwerkskunst konnte sich sehen lassen: Kerzenständer, Halsketten und sogar eine Weltkarte, bei der die Kontinente aus vielen kleinen Kupferringen bestehen. Der 18-jährige Max Schnoor hat in den acht Wochen ein Flugzeug gebaut. „Ich wusste direkt, dass ich nichts Abstraktes machen wollte“, erzählte er auf der Auktion. „Ich interessiere mich allgemein sehr für Technik und habe schon als Kind viel gebaut. Also habe ich mich an einem Flugzeug aus Kupfer probiert.“ Im Frühsommer schreiben die Jugendlichen ihre Abiturprüfungen. Max Schnoors Werk zeigt bereits, in welche Richtung es danach für ihn gehen wird: „Definitiv etwas mit Technik, vielleicht sogar Luft- und Raumfahrttechnik.“

Um die Auktion perfekt zu machen, ist die Versteigerung auch für den guten Zweck – beziehungsweise für den Abschlussjahrgang 2016. Alle Erlöse fließen in einen Topf zur Finanzierung des Abiturballs. In diesem Sinne ermutigte Brigitte Thies die Gäste auch bei der Eröffnung der Versteigerung: „Für den Fall, dass sie nichts passendes für sich finden oder Sie gnadenlos überboten werden: Sie können auch einfach so etwas spenden!“

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Ein Artikel von
Alev Doğan
Volontärin

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