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Erste Singschwäne sind da

Goosseeniederung Erste Singschwäne sind da

Seit wenigen Tagen beobachtet der Naturschutzbund (Nabu) Eckernförde die ersten Singschwäne in der Goosseeniederung und auf dem See selbst. Insgesamt 64 Exemplare wurden gezählt.

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Wenn die Singschwäne als Wintergäste bei uns eintreffen, haben sie bereits eine lange Reise hinter sich. Mindestens 1500 Kilometer legten sie auf ihren Flügen von den Brutgebieten in Island, Nordskandinavien und Russland zurück.

Quelle: Patrick Pleul/dpa

Eckernförde. Im anfangs milden Winter 2014/15 tauchten die ersten Gruppen nach Auskunft von Nabu-Experte Jürgen Schmidt erst Ende Dezember auf. Außergewöhnlich sei das Vorkommen der Singschwäne in unseren Breiten hingegen nicht.

Durch lautes Rufen machen die Vögel mit dem charakteristischen, gelben Schnabelansatz auf sich aufmerksam. Singschwäne gehören nach Angaben des Nabu zu den Wintergästen in Schleswig-Holstein und vergesellschaften sich gerne mit dem kleineren Zwergschwan und hier ebenfalls überwinternden Wildgänsen. „Alle drei Arten sind etwa von Oktober bis Mitte März zu beobachten“, erläutert Schmidt.

Wenn die Singschwäne bei uns eintreffen, haben sie bereits eine lange Reise hinter sich. Mindestens 1500 Kilometer sind sie geflogen, denn ihre Brutgebiete liegen in Island, Nordskandinavien und in Russland nordwestlich des Uralgebirges. Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus Wasserpflanzen. Im Winter sind sie aber auch auf den Feldern anzutreffen, wo sie Gras, Halme und Blätter zu sich nehmen.

Da Singschwäne eine deutlich größere Fluchtdistanz als der heimische Höckerschwan haben, appelliert der Nabu an Spaziergänger, sich ihnen nicht zu sehr zu nähern. Jedes Auffliegen kostet die schweren Vögel enorme Kraftreserven. Außerdem gelten sie als angriffslustig. Hundebesitzer, die ihre Vierbeiner auf den neu angelegten Versorgungswegen für den Windpark an der Gooseeniederung ausführen, werden gebeten, Rücksicht zu nehmen, und Hunde nach Möglichkeit anzuleinen.

Erwachsene Singschwäne erreichen eine Körperlänge von 1,40 bis 1,60 Meter, ihre Flügelspannweite beträgt zwei bis 2,35 Meter. Die Rufe der Vögel sind weithin zu hören und werden von Laien leicht mit dem Ruf des Kranichs verwechselt.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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