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Tanzend entsteht ein Wir-Gefühl

Projektwoche in Strande Tanzend entsteht ein Wir-Gefühl

In der Grundschule Strande ist in dieser Woche nichts normal. In einem Raum arbeiten Schüler in Malerkitteln an farbenfrohen Surfbrettern, ein paar Räume weiter basteln Erstklässler sich braune Ohren, damit sie wie Balu, der Bär aus dem Dschungelbuch, aussehen. Und das alles für eine Weltreise.

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Chinesische Fächer, bunte Surfbretter, braune Balu-Ohren: Für ihr Tanzprojekt „Auf Reisen“ haben die Grundschüler aus Strande viele bunte Utensilien gebastelt und bemalt.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Strande. Erstmals arbeiten alle vier Klassen gemeinsam eine Woche lang an einem Projekt: Mit zwei Tanzpädagoginnen studieren sie Tänze zum Thema „Auf Reisen“ ein. Und die Dekoration für die große Aufführung am Freitag, 4. März, ab 18 Uhr in der Sporthalle basteln die Jungen und Mädchen auch gleich mit.

 „Ich finde es toll: ein gemeinsames Projekt, an dem alle beteiligt sind“, sagt Schulleiterin Cornelia Theel – denn auch die sieben Lehrer treten tanzend auf. Diese besondere Projektwoche soll nicht nur motorische Kompetenzen, Körperwahrnehmung und das Selbstvertrauen stärken, sondern auch den Schulzusammenhalt und das Wir-Gefühl festigen. Das begann übrigens schon mit einem Spendenlauf im Oktober, bei dem die Schüler sich Geld für das Projekt erliefen. Es wird außerdem vom Förderverein der Grundschule unterstützt.

 In der Sporthalle schallt gerade Surfin USA aus dem Lautsprecher. Springen, drehen, bücken: Tanzpädagogin Julia Thurm steht vor den Viertklässlern, führt die Schritte vor, zeigt die Bewegungen, die sie dazu mit den Papp-Surfbrettern vorführen sollen. Ihre Kollegin Mona Stelzner klatscht, motiviert auch die Kinder der anderen Klassen, die zuschauen, zum Mitmachen. „Das macht Spaß“, sagen strahlend zwei Zweitklässlerinnen über das Tanzprojekt. Auch Jonne (10) und Tim (9) aus der vierten Klasse gefällt die Woche: Vor allem das Basteln und Malen macht ihnen Spaß. Jonne hat sein Surfbrett rot gefärbt, „das leuchtet so schön“. Und Tim verzierte sein blaues Brett noch mit einer exotischen Blume.

 „Am Anfang sind die Jungen noch skeptisch, weil es ein Tanzprojekt ist“, sagt Julia Thurm. Aber dann merkten sie, dass es dabei eher sportlich zugeht „und haben ihren Spaß“. Auch die Bestätigung durchs Publikum tut den Schülern gut, erklärt sie. Außerdem rückten Schüler und Lehrer durch das Projekt zusammen. Und noch eine Botschaft liegt ihr am Herzen: „Tanzen kann Spaß machen.“

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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