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So wird die Tanne ein Christbaum

Schmücken in St. Nicolai So wird die Tanne ein Christbaum

Weihnachten und Tannenbaum gehören untrennbar zusammen – auch in der Eckernförder St.-Nicolai-Kirche. Am Dienstag wurde hier der große Baum für die Weihnachtsgottesdienste aufgestellt. 4,50 Meter misst die Tanne aus den Hüttener Bergen.

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Meterweise Lichterketten und zahlreiche rote Kugeln: Küster Fritjof Behrens (v.l.), Andreas Brandt und Günter Lehmann schmücken die große Weihnachtstanne der St.-Nicolai-Kirche.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Freiwillige Helfer und Küster Fritjof Behrens schmückten die Tanne in mehreren Stunden Arbeit zu einem prächtigen Festbaum mit Lichterketten und Kugeln. Die Spitze ziert erstmals ein ungewöhnliches Accessoire.

 Während sein Schwiegersohn Andreas Brandt hoch oben auf der Leiter die ersten Lichterketten arrangiert, verschafft sich Kirchenwächter Günter Lehmann einen Überblick über die Christbaumkugeln. Rote Kugeln vor grünen Zweigen sollen diesmal die Hauptfarben sein, erzählt der 72-Jährige. „Wir variieren immer mal wieder.“ Seit 15 Jahren hilft Lehmann beim Herausputzen des Kirchenbaums. Früher habe er immer gesagt, die Tanne müsse noch mehr geschmückt werden. „Dann hab’ ich selbst mit angepackt.“ Und dabei ist es bis heute geblieben.

 Wunderschön gewachsen sei der Festbaum, freut sich Lehmann über die Tanne. Neben roten Kugeln und Strohsternen („zur Auflockerung“) verwandeln rund 80 Meter Lichterketten mit 800 kleinen Lämpchen das Grün in ein Lichtermeer. Schmücken, gerade bei einem so großen Baum, muss man systematisch, verrät Lehmann. Also erst den Baum auf den Fuß stellen, dann die Lichterketten anbringen („diese Tüttelei hält immer am meisten auf“) und als Letztes von oben nach unten die Kugeln und den anderen Schmuck hinzufügen.

 Erstmals thront auf der Tannenspitze ein goldener Hahn. Küster Behrens hat die Replik des Kirchenhahns vom Dachreiter der St.-Nicolai-Kirche in halber Größe maßstabsgerecht angefertigt und mit Goldfolie beklebt. Der reparaturbedürftige Original-Hahn musste vorübergehend vom Dachreiter entfernt werden, um später wieder stabil allen Stürmen trotzen zu können. Zu Weihnachten taucht er nun an der Tannenspitze auf. Denn „ohne Hahn geht es nicht“, sagt Lehmann mit einem Schmunzeln. Auch ein roter Paradiesapfel wird sich im Tannengrün verstecken.

 Aus seiner Kindheit in Nordfriesland kennt Lehmann noch das Schmücken mit Motiv-Gebäck, sogenanntem „Kindschen Tüüch“. Symbole aus der Seefahrt, der Landwirtschaft und aus der biblischen Geschichte fanden sich an den Zweigen wieder. „Ursprünglich gehörte das in den Friesenbogen“, erzählt er. Doch der Tannenbaum in der Kirche muss ohne solche Gebäckstückchen auskommen. „Wir machen hier einen Eckernförder Baum“, so Lehmann.

 Auch zu Hause hat der Kirchenwächter Spaß am Schmücken der Weihnachtstanne. Dort ist das Festtagsgrün nur halb so hoch, die Freude daran aber genauso groß.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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