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Knallerei ist nicht überall erlaubt

Tabuzonen für Böller Knallerei ist nicht überall erlaubt

Das Geschäft mit dem großen Knall boomt. Schon jetzt gibt die Böllerindustrie den Umsatz 2015 mit 129 Millionen Euro an – genauso hoch wie 2014 (das war der bislang höchste Wert). Dennoch gibt es viele Tabuzonen -auch im Dänischen Wohld.

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In Deutschland wird Silvester gerne geknallt. Aber nicht überall ist es erlaubt. Jegliche Böllerei im Umkreis von 180 bis 200 Metern um reetgedeckte Gebäude ist beispielsweise untersagt.

Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa

Dänischer Wohld.  2005 blätterten die Deutschen noch 96 Millionen Euro für den selbstgezündeten Blitz und Donner hin. Angesichts der Massen an Raketen, Knallfröschen, Vulkanen, Pfeifern, Kanonenschlägen, die auch im Dänischen Wohld Silvester um Mitternacht gezündet werden, mahnen Ämter, Gemeinden und Feuerwehren jetzt eindringlich, alle Vorsichtmaßnahmen einzuhalten und generelle wie örtliche Knallverbote zu respektieren.

 Grundsätzlich ist die Knallerei nur Silvester und Neujahr erlaubt. Zugelassen sind in Deutschland nur „pyrotechnische Gegenstände der Klasse II (Kleinfeuerwerk)“. Ausschließlich Erwachsene dürfen damit hantieren. Auch Eltern und älteren Geschwistern ist es verboten, jegliches Feuerwerk an Kinder und Jugendliche weiterzugeben. Notraketen, wie sie an Bord im Seenotfall benutzt werden, sind kein Feuerwerk und verboten.

 Der Amtsdirektor im Dänischen Wohld, Matthias Meins, ordnet darüber hinaus für seine Gemeinden an, dass Pyrotechnik mit ausschließlicher Knallwirkung in bebauter Lage nur am 31. Dezember von 18 Uhr bis ein Uhr morgens am 1. Januar gezündet werden darf. Grundsätzlich und überall untersagt ist jegliche Böllerei im Umkreis von 180 bis 200 Metern um reetgedeckte Gebäude und Scheunen, in denen Brennbares steht, sowie Strohlager. Auf Tiere in Ställen und auf Weiden ist Rücksicht zu nehmen. Sie geraten bei der Knallerei in Panik. In unmittelbarer Nähe von Friedhöfen, Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sind Böller immer tabu.

 Präzise Abbrennverbote für Feuerwerk hat das Amt Dänischenhagen für diese Ortsteile erlassen: Scharnhagen und Freidorf im Reetbrook (Gemeinde Dänischenhagen), Sprenge, Surendorf in der Alten Dorfstraße, Krusendorf im Raiffeisenweg (Gemeinde Schwedeneck), Lindhöft in der Schulkoppel und in der Alten Dorfstraße bis zum Gettorfer Weg (Gemeinde Noer) sowie in allen Parkanlagen.

 In Altenholz ist jedes Feuerwerk fast in der ganzen Klausdorfer Straße verboten, weil sich hier mehrere Reetdachhäuser und Seniorenheime befinden. Das gilt auch für die Straßen und Wege um diese Bauten herum. In Stift herrscht am gesamten Ostpreußenplatz inklusive Herrenhaus bis zum Schulzentrum Knallverbot. Das gilt auch für die Zone zwischen Boelckestraße und Dänischenhagener Straße. In Knoop gilt das Tabu um das Gut herum und den Polterberg zum Kanal.

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Ein Artikel von
Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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