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Zwei dicke Packen Protest

Infoveranstaltung gegen Windkraft Zwei dicke Packen Protest

Zwei dicke Packen Protest nahm Susanne Kirchhof, Vorsitzende von Gegenwind Schleswig-Holstein, am Ende des Abends aus Eckernförde mit nach Haus: Bei der Infoveranstaltung über den Windkraftausbau erhielt sie Listen mit etwa 4000 Unterschriften für die beiden Volksinitiativen "Abstand" und "Mitbestimmung".

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Kritisierten beim Info-Abend in Eckernförde den Windkraft-Kurs des Landes (v.l.): David Helmbold aus Schwedeneck, die Gegenwind-Vorsitzende  Susanne Kirchhof (Holtsee) und Rupert Rompel aus Brodersby.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Eckernförde. Die Veranstaltung "Windriesen rund um die Eckernförder Bucht - Planung, Fakten, Erlebnisberichte" lockte geschätzt gut 180 Besucher in Carls Showpalast, in dem allerdings auch eine ganze Reihe Stühle leer blieben. Die Besucher bewiesen Ausdauer, hörten gebannt über zwei Stunden den Referenten zu, die den Windkraft-Ausbau in Schleswig-Holstein kritisch beleuchteten.

Kirchhof berichtete aus eigener Erfahrung, wie es sich mit einem "Windpark im Vorgarten" lebt - sie ist in Holtsee zu Hause. Dort stehe zehn Anlagen mit Höhen zwischen 150 und 180 Metern. Sie zitierte aus Lärmtagebüchern, die die Bewohner führten, beschrieb eindrücklich das Wummern der Rotoren, das nachts besonders unangenehm sei.  Elektroingenieur Rupert Rompel aus Brodersby setzte sich unter anderem kritisch mit den Kosten für nicht gelieferten Strom auseinander. Er sprach allein von 138 Millionen Euro im ersten Quartal 2016. "Das ist doch Beschiss" - so ein empörter Zwischenruf aus dem Publikum.

David Helmbold aus Schwedeneck kritisierte, man habe es nie geschafft, einen fairen Wettbewerb um die Technik in der Energiepolitik zu schaffen. Stattdessen trage die Gemeinschaft die Lasten, während die Profite privatisiert würden. Er forderte mehr Forschung: "Wir wollen auch eine Energiewende, aber Windkraft löst die Probleme nicht."

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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