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Insel auf Wanderschaft

Kosel Insel auf Wanderschaft

Missunde in Bedrängnis: Die rund 150 Quadratmeter große Schilfinsel im Missunder Noor, über die die KN zuletzt im April berichteten, hat sich durch Hochwasser und östlichen Wind wieder in Bewegung gesetzt, steuerte Dienstag den nordwestlichen Uferabschnitt Missundes an und bedrohte dort Uferbefestigungen, Stege und Boote.

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Der PS-starke Seenotrettungskreuzer „Walter Merz“ der DGzRS Schleswig schiebt die Schilfinsel wieder in die Bucht, aus der sie herausgetrieben ist.

Quelle: Birgit Johann

Kosel. Glücklicherweise gelang es dem Seenotrettungskreuzer „Walter Merz“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) Schleswig, das Landstück wieder zurück in die kleine Bucht Büch, gegenüber von Missunde, zurückzuschieben.

Bei der derzeitigen Wetterlage mit östlichen Winden kann sich die Insel aber jederzeit wieder auf Wanderschaft machen. Bürgermeister Hartmut Keinberger und Gemeindewehrführer Marco Wolfmüller waren gestern fast den ganzen Tag einschließlich des Abends vor Ort. Keinberger fühlt sich und seine Gemeinde mit dem Problem allein gelassen. Er habe sowohl das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck sowie die Wasserbehörde des Kreises kontaktiert, erklärte der Bürgermeister. Das Wasser- und Schifffahrtsamt sieht allerdings keinen Handlungsbedarf, solange die Schilfinsel nicht ins Fahrwasser gerät. Nutzer der Flächen an der Schlei könnten vom Amt nicht den Schutz ihrer Anlagen vor natürlichen Einwirkungen verlangen, erklärte der verantwortliche Mitarbeiter Matthias Pülsch. Eine ähnliche Antwort hatte die Gemeinde bereits vor drei Wochen erhalten. Schon einmal hatte man die Insel damals auf ihren Platz verwiesen – mit zwei Schiffen.

Von der Wasserbehörde des Kreises wurden die Koseler ermuntert, die Insel zum Stoppen zu bringen und zu verankern, auch wenn das hunderte von Tonnen schwere Inselchen als schützenswertes Biotop gilt. Mit Stangen, großen Erdnägeln und Ankern arbeiteten die Koseler deshalb bis weit in den Abend hinein.

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