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Wölki legt Mandat nieder

„Interessenkonflikte“: Wölki legt Mandat nieder

Stühlerücken in der Osdorfer Gemeindevertretung: Bernhard Wölki (WgO) hat seine politischen Ämter und damit auch seine Funktion als Vorsitzender des Bau-, Wege- und Umweltausschusses niedergelegt. Für die Wählergemeinschaft rückt Raven Kurtz in die Gemeindevertretung nach.

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Sportverein statt Bauausschuss: Bernhard Wölki (61; WgO) hat sich festgelegt.

Quelle: com: Cornelia Müller

Osdorf. Diese tagt das nächste Mal am 16. Februar. Dann will die WgO-Fraktion Horst Dibbern für den Vorsitz des Bauausschusses nominieren. Mit dem Gedanken, sein Mandat in der Gemeindevertretung aufzugeben, sei er bereits seit mehreren Monaten schwanger gegangen, sagte Wölki am Dienstag. Zwei Monate vor der Kommunalwahl im Mai 2013 war er nach zwölfjähriger Pause erneut zum Vorsitzenden des Osdorfer Sportvereins (OSV) gewählt worden. Zu Beginn seiner Amtszeit als Gemeindevertreter und als Bauausschussvorsitzender habe er nicht erkannt beziehungsweise unterschätzt, welche Interessenkonflikte sich im Zusammenhang mit seiner Funktion als OSV-Vorsitzender ergeben könnten. Es sei heute mit einem immensen Aufwand verbunden, ehrenamtlich einen Sportverein zu führen, sagte der 61-Jährige und verwies unter anderem auf steuerrechtliche Fragen und die Umsetzung des Mindestlohns. Auch gebe es im Amt als OSV-Chef laufend Berührungspunkte mit der Gemeinde. Wölki: „Bei den zu treffenden Entscheidungen haben stets zwei Herzen in meiner Brust geschlagen.“ Da es schwieriger gewesen wäre, einen neuen Vorsitzenden für den Sportverein zu finden als einen Nachrücker für die Gemeindevertretung, habe er sich dazu entschieden, sein politisches Mandat niederzulegen. „Die Arbeit in der Politik hat mir viel Spaß gemacht“, sagte Wölki. Es sei schön gewesen, etwas für die Gemeinde mitgestalten zu dürfen.

 Der frühere Verwaltungsbeamte beim Amt Dänischer Wohld, der sich jetzt in der Freistellungsphase seiner Altersteilzeit befindet, unterstrich, dass es weder in der Fraktion noch in Gemeindevertretung Animositäten gegeben habe. Auch das anfänglich angespannte Verhältnis zwischen WgO- und CDU-Fraktion hat sich seinen Worten zufolge mittlerweile entkrampft. „Wir arbeiten alle gut miteinander zusammen“, so Bernhard Wölki.

 Auch Wölkis Nachfolger als Gemeindevertreter, Raven Kurtz, ist Vorstandsmitglied des Sportvereins. „Auf der Jahresversammlung im März wird Kurtz jedoch nicht mehr als Kassenwart kandidieren“, sagte Wölki. Er sei froh, dass sich bereits ein neuer Kandidat für dieses Amt gefunden habe.

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Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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