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400 Millionen Euro für den Marinestützpunkt

Investition 400 Millionen Euro für den Marinestützpunkt

„Wir werden zum Standort mit dem größten Investitionsvolumen.“ Der Satz von Fregattenkapitän Michael Blunck ließ am Dienstagabend aufhorchen. Bis zum Jahr 2028 werden nach aktuellem Stand rund 400 Millionen Euro in die Liegenschaft der Marine investiert.

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Der Marinestützpunkt Eckernförde soll in den nächsten Jahren baulich aufgewertet werden.

Quelle: Archiv

Eckernförde. Was der stellvertretende Standortälteste und Kasernenkommandant des Marinestützpunktes den Mitgliedern des städtischen Ausschusses für Wirtschaft und Finanzwesen an Zahlen nannte, umfasste Dimensionen, die den Haushalt einer Stadt wie Eckernförde um ein Vielfaches überschreiten: Rund 400 Millionen Euro.

Der vom Ausschussvorsitzenden Ralph Krüger initiierte Informationsbesuch der Kommunalpolitiker beim „größten Arbeitgeber von Eckernförde“ wurde von den Gastgebern wohlwollend zur Kenntnis genommen. „Wir freuen uns, dass sich die Politik für uns interessiert“, betonte der Standortälteste, Fregattenkapitän Bernd Ufermann, zur Begrüßung und unterstrich zugleich die Verbundenheit der Marine mit der Stadt. Was sich auf dem Stützpunkt-Gelände und am dazugehörigen Kranzfelder Hafen so alles tut und in den kommenden Jahren noch tun wird, sorgte für einiges Erstaunen. Viele der dem Ausschuss angehörenden Kommunalpolitiker hatten bislang noch keine Gelegenheit erhalten, das Areal zu besichtigen und sich mit den Belangen der Soldaten eingehender zu befassen.

Wie Blunck während einer Fahrt mit dem Bus über das Stützpunkt-Gelände und in einem anschließenden Gespräch deutlich machte, profitiert Eckernförde in besonderem Maße von der Umstrukturierung in der Truppe. „Der Eckernförder Stützpunkt soll in den kommenden Jahren 500 Soldaten dazubekommen. Das ist schon mal eine Hausnummer“, informierte der Kasernenkommandant. Derzeit seien hier etwa 2350 Soldaten und zivile Beschäftigte stationiert. Die Zielstruktur gehe von 3000 Mitarbeitern aus, denn das Seebataillon, das derzeit noch zu großen Teilen in der Preußer-Kaserne untergebracht ist, soll deutlich wachsen. Um alle Soldaten der verschiedenen Einheiten und die zivilen Beschäftigten entsprechend unterbringen zu können, wird an allen Ecken und Enden gebaut. Das Seebataillon und das Kommando der Spezialkräfte erhalten ebenso neue Gebäude wie auch die Kampfschwimmer. Gleiches gilt für den medizinischen Bereich, die Standort-Feuerwehr und die Truppenküche. Darüber hinaus werden auch vier neue Unterkunftsgebäude in den kommenden Jahren aus dem Boden wachsen. Viele der alten Häuser stammen aus den 60er Jahren.

Das gilt in gleichem Maße für den Kranzfelder Hafen mit seinen verschiedenen Molen und Schwimmbrücken. So ist beispielsweise die Ostmole aufgrund ihres maroden Zustands schon seit langem nicht mehr nutzbar. Bis 2028, so Blunck, soll das Komplettpaket der Sanierung und Erneuerung mit insgesamt 63 Einzelmaßnahmen abgeschlossen sein. Die dafür anfallenden Kosten bezifferte er mit rund 400 Millionen Euro. Darin enthalten ist auch die seit langem gesperrte Taucherübungshalle, die nach dem derzeitigen Stand wohl nicht vor Frühjahr 2019 wieder nutzbar sein dürfte.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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