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Jetzt klappt’s auch mit dem Rolli

Barrierefreier Bahnhof Jetzt klappt’s auch mit dem Rolli

Der Eckernförder Bahnhof ist jetzt barrierefrei. „Dies ist nicht nur gut für Menschen mit Behinderungen, sondern auch gut für alle anderen Reisenden, die zum Beispiel mit einem Kinderwagen oder schwerem Gepäck in den Zug steigen“, unterstreicht Bürgervorsteherin Karin Himstedt.

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Ohne Probleme mit dem Rollstuhl in den Nahverkehrszug steigen: Urlauberin Regina Pluter aus Neukirchen-Vluyn feut sich über den barrierefreien Bahnhof in Eckernförde.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Eckernförde. Großer Bahnhof an Gleis zwei. „Schleswig-Holstein ist das Bundesland mit den meisten barrierefreien Bahnstationen“, sagt Nah.SH-Geschäftsführer Bernhard Wewers am Freitag. Bis 2022, so Staatssekretär Frank Nägele aus dem Verkehrsministerium, solle der gesamte öffentliche Verkehr im Lande barrierefrei ausgebaut sein. Dies sei auch dem Tourismus zwischen Nord- und Ostsee geschuldet. Nägele: „Die Übernachtungszahlen gehen steil nach oben.“

 Auch die Regionalbahnen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Nach Auskunft von Bernhard Wewers werden in Eckernförde im Schnitt 1700 Ein- und Aussteiger pro Tag gezählt – mit steigender Tendenz. Manche von ihnen sind auf Rollatoren oder Rollstühle angewiesen, so wie etwa die an Knochenschwund leidende Regina Pluter. Als die Urlauberin aus dem nordrhein-westfälischen Neukirchen-Vluyn am Freitagvormittag nach elf Tagen Erholung an der Ostsee die Rückreise antritt, gelangt sie mit ihrem Rollstuhl problemlos in die Regionalbahn nach Kiel. Da die Bahnsteige seit September des vergangenen Jahres Zug um Zug um 38 auf 76 Zentimeter erhöht wurden, befinden sie sich jetzt auf dem gleichen Höhenniveau wie die Einstiege der Züge. Es muss lediglich ein kleiner Spalt zwischen Bahnsteigkante und Einstieg überwunden werden. Aber es wurde nicht nur an geh-, sondern auch an sehbehinderte und blinde Bahnreisende gedacht. Taktile Leitstreifen (weiß und geriffelt) weisen ihnen den Weg.

 Nach Auskunft von Andrea Gebbeken, Regionalleiterin der DB Station & Service AG, sind in den Ausbau des 130 Jahre alten Bahnhofs im Ostseebad rund 1,9 Millionen Euro investiert worden. Die Kosten werden gemeinsam von Bund und Land getragen.

 Das Maßnahmenpaket beinhaltet auch ein Wetterschutzhäuschen auf dem Außenbahnsteig sowie neue Leuchten, Bänke und Lautsprecher. Im Oktober bekommt Eckernförde außerdem als erster Bahnhof in Schleswig-Holstein neue, mehrzeilige Zug-Info-Monitore.Als nächster Bahnhof soll Süderbrarup ausgebaut werden. „Gettorf befindet sich in der Vorplanung“, so Bahn-Sprecherin Sabine Brunkhorst.

 In Eckernförde wird überlegt, im Bereich des nicht mehr genutzten dritten Gleises am Bahnhof als Verlängerung der Parkplatzanlage Grüner Weg Pkw-Stellplätze anzulegen und einen rückwärtigen fußläufigen Zugang zum Bahnhof zu schaffen. Die Gespräche seien „auf einem guten Weg“, so Bürgervorsteherin Karin Himstedt.

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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