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Aktionstag mit Adrenalin-Kick

Altenholz Aktionstag mit Adrenalin-Kick

Über 24 Stunden Dienst, spannende Einsätze und viel Spaß in der Gemeinschaft: Der vierte Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Altenholz bescherte den rund 30 teilnehmenden Jugendlichen einen tiefen Einblick in den Alltag der „großen“ Brandschützer und hielt so manche Überraschung bereit – von verirrten Katzen über brennende Hubschrauber bis zum Großeinsatz mit Menschenrettung war alles dabei.

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Abstimmung und Teamgeist sind beim Berufsfeuerwehrtag besonders gefragt. Hier zeigt die Jugendfeuerwehr, wie man die Straße mit vereinten Kräften von einem Baum befreit.

Quelle: Timm

Altenholz. Auf den alle zwei Jahre stattfindenden Aktionstag seien alle heiß, erklärte Jugendwart Mathias Brumme. 27 der 30 Nachwuchsretter zwischen zehn und 17 Jahren hätten sich am Sonnabendmorgen um 8.30 Uhr zum Dienstbeginn an der Feuerwache in Klausdorf eingefunden und sollten bis Sonntagmittag einen möglichen Tag wie in der Berufsfeuerwehr miterleben. „Die Jugendlichen sollen einen guten Einblick erhalten und das in der Jugendfeuerwehr Erlernte umsetzen“, sagte Brumme. „Wir haben dazu verschiedene Szenarien vorbereitet, bei denen die jungen Führungskräfte auch die Einsatzleitung übernehmen.“

 „Man weiß einfach nicht, was auf einen zukommt“, sagte die dreizehnjährige Kiara. „Der Adrenalin-Kick ist wie bei den Großen.“ Auch Niels-Paul findet die Aktion „voll cool“ und konnte schon bei einem Einsatz zeigen, was er gelernt hat. „Wir mussten zu einem Fahrradunfall. Die Frau hatte aufgemalte blaue Flecken, das war ziemlich realistisch“, befand der Zwölfjährige und wusste: „Das Wichtigste ist Reden. Reden, reden und immer reden – damit das Unfallopfer weiß, dass es nicht allein ist und von den Schmerzen abgelenkt wird.“

 Einer der Höhepunkte kam zur Mittagszeit: Pünktlich um 11:45 Uhr hieß es: Garagenbrand mit Menschenrettung. „In der Garage ist es bei Schweißarbeiten an einem Kettcar zu einem Brand gekommen, zwei Menschen konnten sich in den hinteren Raum retten“, erklärte Ortswehrführer Rainer Kersten das Szenario.

 Er musste es wissen, war es doch seine Garage, die als Einsatzort diente. Unter realistischen Bedingungen mit jeder Menge Disko-Nebel und zwei geschminkten Opfern musste die Jugendfeuerwehr dann groß auffahren: Mit drei Löschfahrzeugen, einem Einsatzleitwagen und einem Rettungswagen, den das DRK Kiel zur Verfügung gestellt hatte, fuhr der komplette Zug mit Blaulicht zum Unfallort.

 Vor Ort hieß es dann: Lage feststellen, Schläuche ausrollen und mit Atemschutz zum Innenangriff übergehen. Dass der realistische Einsatz den Puls hochgehen ließ, war den Nachwuchsbrandschützer anzumerken – dennoch stellten sie ihr Können beeindruckend unter Beweis. Nach kurzer Zeit war der erste Angriffstrupp am Brandherd und auch die eingeschlossenen Opfer konnten lebend geborgen werden. Um ein Übergreifen des Feuers auf das Hauptgebäude zu verhindern, wässerten die Jugendlichen zudem kräftig die Umgebung.

 Nach dem nervenaufreibenden Großeinsatz hieß es abends zur Entspannung, Feuer genießen statt Feuer löschen. Bei Marshmallows und Grillwurst ließen die Teilnehmer den Abend ausklingen – und hatten Ruhe bis zum nächsten Alarm am kommenden Morgen.

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Ein Artikel von
Lina Timm

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