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150 Old- und Youngtimer am Südstrand

Kaputte Jungs 150 Old- und Youngtimer am Südstrand

Trotz des unbeständigen Wetters füllt sich bereits am späten Sonnabendvormittag der Parkplatz am Südstrand. Mehr als 2000 Autofans aus Nah und Fern sind der neunten Einladung des Vereins Kaputte Jungs zu Hubraum, Strand und Meer gefolgt. 150 schmucke Oldtimer und illustre Youngtimer, US-Cars, Bikes und Race Cars geben sich ein Stelldichein.

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Zum Treffen an den Eckernförder Südstrand kam Claus von Pein mit seinem 1953er-Chevrolet-Pickup, der auch Ilona Milewski aus Berlin gefällt.

Quelle: Gerhard Breier

Eckernförde. Fachgespräche und anerkennende Blicke sind an der Tagesordnung. Auch André Marweg vom gastgebenden Eckernförder Klub lässt sich noch überraschen. „Acht Liter Hubraum?“, fragt er zunächst ungläubig beim Begutachten eines satt-blauen 68er-Chevrolet El Camino aus Fleckeby. „Echt schick, das kann man nicht anders sagen“, so sein Urteil. Besonders gefalle ihm, „dass der Motor komplett lackiert ist, im Original-Orange.“ Grundverschieden ist die Karosserie des handgebauten TVR von Thomas Arendt. „Komplett aus GFK-Kunststoff“, verrät der Molfseer das Besondere seines Modells des britischen Herstellers. „Der Wagen hält so lange, da braucht man nichts zu machen“, prophezeit er mit Blick auf den nächsten möglichen Besitzer, seinen Sohn Noah (3).

 Nicht nur ihr anderthalbjähriges Töchterchen Pia haben Ole und Alex Jacobsen aus Ostenfeld im Gepäck. Am Lenkrad ihres roten T2 B aus dem Jahr 1978 sitzt Kiwi, ein Mix aus American Staffordshire Terrier und American Bulldogge. „Drei Jahre alt und seit drei Jahren immer dabei“, verrät Frauchen Alex Jacobsen.

 Mit seinem 53er Chevrolet-Pickup ist Claus von Pein aus Kiel gekommen. „Das Grün passt so schön zu den Bäumchen“, erklärt er den gewählten Standort. Die Einladung der Kaputten Jungs nehme er gemeinsam mit seinem 19-jährigen Sohn Sam jedes Jahr gern an. „Das ist eine supertolle Veranstaltung für Eckernförde“, so der 54-Jährige. Ilona und Jörg Milewski stimmen ihm zu. „So etwas gibt’s natürlich auch in Berlin – zehnmal größer, aber nicht mit Meer“, unterstreicht er. Das Paar kommt regelmäßig aus der Hauptstadt, um Gleichgesinnte zu treffen. Dass Entfernungen kein Problem darstellen, sondern vielmehr eine Herausforderung sind, verrät Claus von Pein. Er plane für die nächsten Jahre eine weite Reise mit seinem Pickup. „Damit fahre ich über Russland nach Peking. Ich setze mich ins Auto und fahre zwei Jahre geradeaus.“ Bedenken, der Chevrolet könne nicht durchhalten, hat er nicht: „Das Ding kommt aus der Wüste in Arizona und fährt seit 1953. Damit ist nichts, und da kann auch nichts kaputtgehen.“ Genug Fläche für Proviant habe er schließlich auch: Er will 200 Dosen Ravioli mit auf die Reise nehmen.

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