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Kein Platz für den Müll

Eckernförder Hafen Kein Platz für den Müll

Mehr Gäste, mehr Müll. Die Erkenntnis ist einfach. Doch die Probleme, die daraus entstehen, sind mitunter nicht so leicht zu lösen, wie manch einer es sich wünscht. Ein Beispiel: der Eckernförder Hafen.

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Zu wenig und zu klein: Die Müllbehälter am Hafen reichen nicht aus, um sämtliche Abfälle aufnehmen zu können. Schon in dieser Woche soll sich das ändern.

Quelle: Privat

Eckernförde. „Wir werden reagieren“, verspricht Dietmar Steffens, Geschäftsführer der örtlichen Stadtwerke, in deren Zuständigkeit auch der Hafenbereich fällt. Der war am Wochenende aufgrund überquellender Mülltonnen heftig in die Kritik geraten. Nicht nur der örtliche Handel ärgerte sich über diesen Missstand, auch in den sozialen Netzwerken war der herumliegende Dreck ein leidenschaftlich diskutiertes Thema. So beklagte beispielsweise ein Hundebesitzer, dass er seinen Hundekotbeutel nicht loswerden konnte. „Soll ich am Wochenende den Kot einfach liegenlassen, so wie es die Tagesgäste machen? Zahle ich zu wenig Steuern und Gebühren? Haben die Verantwortlichen noch nicht mitbekommen, dass wir Hauptsaison haben?“, fragt er in einem Facebook-Beitrag. Wilfried Wagner, Vorsitzender des Wirtschaftskreises Eckernförde (WKE), schließt sich dieser Kritik an. Die Vermeidung von Müll sei nicht nur eine Aufgabe des Handels, sondern verlange die Mitwirkung jedes Einzelnen. Der Handel sei mit einer freiwilligen Vereinbarung bezüglich der Abgaben von Plastiktüten bereits aktiv. Auf der anderem Seite müsse aber auch die öffentliche Hand für eine saubere Umwelt sorgen. Der Hafen habe sich am Sonntag von seiner schlechtesten Seite gezeigt. „Die unterdimensionierten Müllbehälter waren bereits zur Mittagszeit überfüllt und zeigten ein unzumutbar abschreckendes Bild“, beklagt der WKE-Vorsitzende. Einige Müllbehälter in der Innenstadt seien ebenfalls an ihren Grenzen gewesen. Für Eckernförde werde so ein schlechtes Image geschaffen.

 Dietmar Steffens bedauert diesem Umstand. Künftig, so kündigte er an, sollen deutlich mehr Behälter aufgestellt werden. Der Stadtwerke-Chef weiß aber auch um die Probleme mit Möwen, die auf der Suche nach Essbarem immer häufiger auch Mülleimer plündern. Edgar Meyn, Vorsitzender des Umweltausschusses, hat in diesem Zusammenhang angekündigt, das Thema „Abfallbehälter im Hafenbereich“ im September auf die Tagesordnung setzen zu lassen.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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Eigentlich ist sie gerade auf dem Rückzug, die gute, alte Plastiktüte mit Geschäfts-Logo, die es früher an jeder Kasse ungefragt zur Ware dazu gab und die heute als Umweltsünde schlechthin ganz langsam aus Läden und Haushalten verschwindet. Aber, Hand aufs Herz: Ein bisschen schade ist das ja schon.

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