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Salon Berg gibt auf

Keine Zukunft in Stift Salon Berg gibt auf

Das lange Warten hat ein Ende, nur leider kein schönes. Nach 54 Jahren schließt Salon Berg am 26. August endgültig.

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Nach 54 Jahren ist Schluss: Sascha und Annett Berg sehen mehr als zwei Jahre nach dem Brand keine Zukunft mehr in Altenholz-Stift.

Quelle: Isabelle Breitbach

Altenholz Stift. „Wir wollen in Stift bleiben“, sagte Inhaber Sascha Berg unserer Zeitung noch im November vergangenen Jahres. Damals lag der verheerende Brand in der Stifter Ladenzeile bereits zwei Jahre zurück.

Seitdem harren die Bergs aus. Die Übergangsphase sollte eigentlich spätestens nach einem Jahr beendet sein. In der Zwischenzeit haben sie so einige Pläne kommen und gehen sehen; den ersten bereits im März 2015. „Wenn die Ladenzeile wieder hergerichtet wird, sollten auch wir dran sein. Aber hier passiert nichts.“

Keine Perspektive im Übergangsquartier

Jetzt, nach mehr als zweieinhalb Jahren, reicht es dem Ehepaar. Sie sehen keine Perspektive mehr. Wie lange es noch dauert, bis endlich eine Lösung in Sicht ist, wissen sie nicht. „2020, 2022? Wir müssen irgendwann wieder einen regelmäßigen Ablauf haben.“ In ihrem Übergangsquartier arbeiten sie nur noch zu zweit. Trotz der steilen, engen Treppe, die zu ihrem Salon führt, konnten sie die meisten ihrer Stammkunden halten. Der Salon sei zwar noch immer gut ausgelastet, doch sie können niemanden einstellen, der sich um die Laufkundschaft kümmert. Die Stammkunden sind auf ihre beiden Friseure fixiert. Und im Laden funktioniert nur eines der zwei Waschbecken.

Urlaub oder Zeit für die Familie gibt es nicht

Für die Bergs bedeutet das 60 Stunden und mehr Arbeit in der Woche. So kann es nicht weitergehen, findet Annett Berg: „Wir haben zwei Kinder (12 und 10). Seit dem Feuer bleibt kaum Zeit, um mal für sie da zu sein. Über Urlaub lachen wir nur mal. Für uns und für die Familie ist es so das Beste. Wir wollen wieder ein Stück Normalität, und dass sich nicht alles um den Laden dreht.“ Der Plan für die Zeit danach steht noch nicht – eine Anstellung wäre denkbar: „Das wäre ja für uns quasi Kurzarbeit.“

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Ein Artikel von
Isabelle Breitbach
Volontärin

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