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Mit Teamgeist und ganz viel Spaß

Kinder-Handballcamp in Gettorf Mit Teamgeist und ganz viel Spaß

Mit einem Handballcamp für Kinder ist dem Gettorfer Turnverein (GTV) und der HSG Gettorf/Osdorf ein großer Wurf gelungen. Am Sonnabend endet die einwöchige Aktion mit einem Handballfest, zu dem auch die Eltern, Geschwister und Freunde der jungen Sportler eingeladen sind.

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Früh übt sich, wer ein guter Handballer werden will: Lennard (mit Ball) ist hochkonzentriert bei der Sache.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. Lärmempfindlich dürfen die 13 Betreuer der Handball-Kids nicht sein. In der großen Sporthalle der Parkschule ist es laut, fast schon so laut, als würden die Kieler Zebras in der Sparkassen-Arena zu einem Derby gegen die SG Flensburg-Handewitt auflaufen.

 „Kinder, schön weit ausholen mit dem Ball! Das ist hier kein Kugelstoßen“, ruft Karla Hering ihren Schützlingen zu. Bei der 18 Jahre alten angehenden VWL-Studentin lernen die Kinder an diesem Vormittag das Passen und Fangen.

 In der Vormittagsgruppe wuseln 44 Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren durch die Halle, nachmittags kommen die Zehn- bis 13-Jährigen zu ihrem Recht. Insgesamt sind es in diesem Jahr 77 Kinder, die fürs Camp angemeldet wurden. Einige von ihnen sind absolute Neulinge, andere haben bereits Erfahrungen und spielen in einer Vereinsmannschaft.

 Lars aus Gettorf nimmt schon zum dritten Mal am Handballcamp teil. „Ich finde es toll, mit vielen anderen Kindern zusammen zu sein“, sagt der Achtjährige, der sich vor allem als Angriffsspieler sieht. Für den zwei Jahre jüngeren Moritz ist Handball „natürlich viel besser als Fußball“. Warum? Für den Sechsjährigen ist das ganz einfach zu beantworten: „Weil man beim Handball werfen kann.“

 Die verantwortliche Betreuerin für die Nachmittagskinder ist Margit Peretzke, vormittags ist Kristina Goos erste Ansprechpartnerin. „Schnell und abwechslungsreich“ – das ist es, was die 24 Jahre alte Osdorferin am Handballsport mag. In ihrer Freizeit spielt die Soziologie- und Pädagogikstudentin in der 1. Damenmannschaft der HSG Gettorf/Osdorf.

 Was können die Mädchen und Jungen in der Handball-Ferienwoche lernen, worauf legen die Betreuer besonderen Wert? „Es geht um Koordination, Ballgefühl und natürlich um Spaß an der Bewegung“, erklärt Kristina Goos. Ob Passen, Fangen oder Prellen – ohne Zeitdruck werden den Kindern die Grundlagen des Handballspiels vermittelt. „Dabei muss man berücksichtigen, dass es gerade für die Jüngsten manchmal schwierig ist, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren“, berichtet die Osdorferin.

 Ballgefühl, gute Technik, Schnelligkeit – das sind wichtige Voraussetzungen für den Erfolg. „Am allerwichtigsten aber“, so das Credo von Kristina Goos, ist der Teamgeist. Tim Nohns, der zum Betreuerteam gehört, nickt. „Allein kommst du nichts ans Ziel“, sagt der 20 Jahre alte Gettorfer, der bei den 1. Herren der HSG Mönkeberg-Schönkirchen im Tor steht. Als er so alt war wie die Kinder, die er jetzt in den Ferien betreut, hat er noch kein Handball gespielt. „Ich fing erst mit etwa zwölf Jahren an, also relativ spät“, erinnert er sich. Besser sei es, schon möglichst früh anzufangen, um Ballgefühl zu bekommen.

 Nachmittags macht Tim Nohns mit den etwas älteren Kindern Torwarttraining. Der Fan von Niklas Landin weiß, worauf es ankommt, wenn man zwischen den Pfosten steht: „Koordination ist ganz ganz wichtig.“ Auch ängstlich dürfe ein Torwart nicht sein. Nohns: „Christian Zeitz erreicht Wurfgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern.“

 Ganz so schnell fliegt der Ball beim Handballcamp zwar nicht. Trotzdem: Die Kinder haben in den vergangenen Tagen viel dazugelernt. Am Sonnabend wollen sie das ihren Eltern, Geschwistern und Freunden ab 9.30 Uhr in der Sporthalle zeigen.

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