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Ein Magnet lässt die Glocken läuten

Kirche St. Nicolai Ein Magnet lässt die Glocken läuten

Schwere Arbeit in der Höhe und Enge: Thomas Tumm von einer Hamburger Spezialfirma für Glocken und Uhren montiert die elektromagnetische Einheit. Sie wird bald die Glocken der historischen St.-Nicolai-Kirche in Eckernförde zum Klingen bringen. Die Zeit des Läutens per Seil ist Geschichte.

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Die historischen Glocken von St. Nicolai Eckernförde hängen wieder. Thomas Tumm montiert die elektromagnetische Einheit, die sie künftig zum Läuten bringt.

Quelle: Cornelia D. Mueller

Eckernförde. Vor gut zwei Wochen wurden der größte Klangkörper aus dem 16. Jahrhundert und die Stundenglocke aus dem 17. Jahrhundert nach der Reparatur in den Niederlanden per Kran wieder auf ihre Plätze im mächtigen Dachstuhl der Kirche gehievt. Auch die kleine Minutenglocke wurde überholt. Die beiden mittelgroßen Glocken aus den 1960er Jahren konnten während der Kirchensanierung oben bleiben. Am gesamten Tragwerk haben die Handwerker der Zimmerei Schäfer ganze Arbeit geleistet, Teile erneuert und ausgebessert.

Die Glocken haben ihren historischen Platz wieder

„Das Joch der großen Glocke, die hölzerne Tragachse im Gebälk aus dem 16. Jahrhundert, ist zum Beispiel neu und hat jetzt wieder ihren ursprünglichen Platz hoch oben bekommen. Im Laufe der Jahrhunderte war der Glockstuhl insgesamt stark verändert worden“, erläutert Architekt Dietrich Fröhler. Die Stiele – die tragenden Säulen – wurden jeweils mit Knaggen versehen. Fröhler: „Das sind seitlich eingearbeitete hölzerne Verstärkungen. So verkraften die historischen Balken die enormen Kräfte wieder hervorragend.“

Das Türmchen schwebt erst im Januar wieder auf Dach

Die Hauptglocke aus dem Jahr 1598 wiegt immerhin 1,2 Tonnen. Sie bekam in den Niederlanden eine neue Krone, an der sie aufgehängt ist. Der 18 Meter hohe Dachreiter der Kirche wird auf dem Kirchplatz in einem Gerüst hinter Planen restauriert. Er soll im Januar per Kran wieder auf seinen Platz schweben.

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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