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Posaunenchor feiert Jubiläum

Kirchengemeinde Krusendorf Posaunenchor feiert Jubiläum

60 Jahre, kein bisschen alt und erst recht nicht leise: Das ist der Posaunenchor der Kirchengemeinde Krusendorf in Schwedeneck. Den Beweis lieferten die 30 Bläserinnen und Bläser und ihr Leiter Henning Roose beim Jubiläumsauftritt am Sonnabend in der Dreifaltigkeitskirche.

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Auch die Jüngsten wie Finja und Paula (vorn) sind gespannt, was der stellvertretende Landposaunenwart gleich zu sagen hat.

Quelle: Cornelia Müller

Schwedeneck. Schon die Altersspanne der munteren Truppe kann sich sehen lassen. Gerade mal sechs Lenze zählen Finja und Paula, die ganz vorn mit ihren Trompeten sitzen. Der älteste Bläser ist 75. Ein bisschen aufgeregt sind sie heute alle schon. Mit einen so bunten Programm, das von geistlicher Musik über Klänge aus der Pop-Welt, ernste Songs mit politischem Hintergrund bis zum Kinderlied reicht, fordert sich das rührige Posaunenorchester selbst ganz schön heraus.

„Wir machen einfach nur, was wir am liebsten tun, gemeinsam musizieren nämlich“, mindert der Chef Henning Roose, der Trompete spielt und dabei lässig mit einer Hand dirigiert, das Lampenfieber. Die historisch Kirche ist bis zum letzten Platz besetzt. Die Stühle sind feierlich im Halbrund um die Bläser aufgestellt. Ein schön beleuchteter Konzertsaal tut sich so auf. Dass die Gäste nicht passiv bleiben sollen, stellt Roose auch gleich klar. Schnell ist eine Person bestimmt, die per Hand das Einsatzzeichen für die Sänger gibt, sofern die in spannenden Bearbeitungen Soli und Zwischenspiele vorsehen. Tatsächlich fällt es da jedem leicht, in den festlichen vollen Klang der Posaunen, Trompeten, Hörner, Tenor und Tuba unbefangen einzustimmen.

„Unkompliziert ist es auch sonst bei uns“, plaudert Henning Roose aus der Chorarbeit. Freitagabend treffen sich die Bläser. „Jeder darf gleich mitspielen, Leistungsdruck kennen wir nicht. Auch ein Vororchester gibt es nicht. Beim Auftritt ist jeder dabei.“ „Es ist wie in der Familie“, bestätigen die Mitstreiter, als das Konzert nach all den Zugaben beendet ist und die Truppe zum Feiern ins Gemeindehaus zieht. „Nach jeder Probe bleiben wir zusammen. Auch sonst machen wir gemeinsam Ausflüge, Radtouren, Reisen. Der Spaß zählt zuerst.“ „Dieser Funke springt gleich über und bewirkt, dass Sie offenbar keine Nachwuchsprobleme haben“, lobt Johannes Pfeifer vor dem Publikum. Der Schleswiger Dompastor im Ruhestand und stellvertretende Landeswart der Posaunenmission in Hamburg und Schleswig-Holstein hat eine Überraschung parat: Er verleiht Ehrennadeln – für die Jüngsten wie Paula und Finja, aber auch für langjährige Musiker. Dazu gehört Henning Roose zweifellos. Auch er begann als Steppke und ist heute 40 Jahre im Posaunenchor Krusendorf. Seit 18 Jahren leitet er die Bläser. Jörg Bahr ist 41 Jahre dabei, Björn Brusgatis ist 25 Jahre und fungiert außerdem als Obmann der Posaunenarbeit im Alt-Kirchenkreis Eckernförde. Dass Pastorin Ursula Strohecker und Kirchengemeinderatsvorsteherin Karin Mordhorst auch noch mit einem Jubiläumsgeschenk überraschen, versteht sich.

Der Posaunenchor Krusendorf ist offen für weitere Bläser mit und ohne Vorkenntnisse (Tel. 04308/183524).

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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