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Neubau von Belebungsbecken geplant

Gettorfer Klärwerk Neubau von Belebungsbecken geplant

Gettorf wächst und wächst. Auch in den Nachbardörfern wie Osdorf und Revensdorf werden neue Wohngebiete erschlossen. Damit in Silkendiek auch in Zukunft im wortwörtlichen Sinn alles klar ist, soll das Klärwerk bis 2029 mit einem Kostenaufwand von mehreren Millionen Euro saniert und erweitert werden.

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Auch die Lebenszeit eines Belebungsbeckens ist endlich: Nach über 40 Jahren muss der Betonbehälter des Gettorfer Klärwerks erneuert werden.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. In einem ersten Schritt geht es um die sogenannten Belebungsbecken. Der Bauausschuss stimmte jetzt, wie zuvor schon der Haupt- und Finanzausschuss, einem Alternativkonzept zu. Dies fiel den Ausschussmitgliedern nicht schwer, zumal die neue Variante gegenüber der Ursprungsplanung deutlich weniger Investitionskosten verschlingt.

Im Belebungsbecken erfolgt sozusagen der Hauptwaschgang in einem Klärwerk. Durch Bakterien werden zunächst gelöste organische Kohlenstoffverbindungen (Kohlenhydrate, Eiweiße und noch verbliebene Fette) abgebaut. Dann erfolgt eine Eliminierung von Stickstoff- sowie Phosphatverbindungen. Da Sanierung und Energieeinsparung vor Neubau geht, war zunächst geplant, nur ein Becken neu zu bauen und das bestehende, aus dem Jahr 1974 stammende Belebungsbecken zu sanieren und umzurüsten. Wie Natalie Gans vom Planungsbüro Consulaqua aus Hamburg erläuterte, hätten sich jedoch Probleme wegen des hohen Grundwasserstands ergeben. Entleert hätte das bestehende Becken aufschwimmen können, so die Ingenieurin. Die dadurch notwendig gewordene Grundwasserabsenkung hätte ein erhebliches Kostenrisiko mit sich gebracht. Der neue Plan sieht deshalb den Neubau von zwei Belebungsbecken vor, und zwar oberhalb des Grundwasserspiegels. Eines der Becken soll zum Teil auf dem dann verfüllten alten Becken gebaut werden.

Gegenüber der ursprünglichen Planung hat die neue Variante den Nachteil, dass wegen der benötigten Pumpen höhere Energiekosten anfallen. Dafür aber liegen die Investitionskosten mit 700000 bis 800000 Euro um ein Drittel unter dem ursprünglichen Ansatz. Außerdem spielt jetzt keine Rolle mehr, in welchem Zustand sich das alte Becken befindet, da es nicht mehr benötigt wird. Der Fachbereichsleiter für Investitionsplanung beim Amt Dänischer Wohld, Dirk Schwauna, sprach von einer zukunftsweisenden Lösung und Bürgermeister Jürgen Baasch von einer vernünftigen Entscheidung. Die Bauarbeiten sollen laut Plan in den Jahren 2017/2018 erfolgen.

Der Umbau des alten GSC-Sportheims am Ringweg in eine provisorische zweigruppige Kindertagesstätte ist voraussichtlich für deutlich weniger Geld möglich als die bisher veranschlagten 120000 Euro. Dies berichtete Bürgermeister Jürgen Baasch. Nach einer neuen Kalkulation werde jetzt mit maximal 80000 Euro gerechnet. „Vielleicht kommen wir auch mit 60000 oder 70000 Euro hin“, so der Bürgermeister.

Mit den Tiefbauarbeiten für die Erschließung des Neubaugebietes auf dem alten Sportplatzgelände (B-Plan 75) soll noch in diesem Monat begonnen werden. Die Baustelle wird nach Auskunft des Bürgermeisters komplett eingezäunt. Zum B-Plan gehört auch ein Kita-Neubau für drei Gruppen, angeschlossen an die Kita am Sportplatz. Für die Eltern, die ihre Kinder zur Krippe bringen beziehungsweise von dort abholen, sollen im Bereich des alten GSC-Heims Pkw-Stellplätze vorgehalten werden.

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