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Klares Ja zu Olympia

Strande sieht Riesenchancen Klares Ja zu Olympia

Katalysator Olympia-Planung, der zukunftsträchtige Projekte forciert? Beim Talk am Meer der FDP Strande am Sonntag bekannten sich Bürgermeister Holger Klink (CDU) und Kiels Projektleiter für Olympiabewerbung, Felix Schmuck, zu Baumaßnahmen, die auch die Gemeinde langfristig voranbringen.

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Die Landzunge Bülker Huk markiert den nördlichen Eingang zur Kieler Förde. Sie ist idealer Aussichtspunkt für Besucher, die Regatten auf der Förde und in der Bucht beobachten wollen. Strande will in dieser Spitzenlage Küstenschutz, mehr Attraktivität für Gäste und Naturschutz unter einen Hut bringen.

Quelle: Carsten Bernot/Touristik Strande

Strande. Zu diesen Wünschen der Gemeinde zählen der Ausbau der Bülker Huk mit Sitztribünen und Aussichtsterrassen vor den Regattabahnen und eine Promenadenverlängerung. Eine teure Bewerbung und unbezahlbare Spiele, die nach 14 Tagen Vergangenheit sind – so sehen es die Gegner der Bewerbung der Landeshauptstadt und Hamburgs um Olympia 2024. Moderatorin und FDP-Politikerin Christine Aschenberg-Dugnus lässt Schmuck schnell zum Eingemachten kommen: den kalkulierten Kosten in Höhe von 156 Millionen Euro am Standort Kiel. Der rechnet vor, dass nach Abzug der Gelder des Internationalen Olympischen Komitees, von Bund und Land für Kiel „nur 30 bis 41 Millionen Euro übrig bleiben“. Davon seien weitere 15 Millionen abzuziehen, weil Unterhaltungskosten für Schilksees Bauten, Hafen, Sportzentrum auch ohne zweites Olympia entstünden.

Erstaunlich: Das ist kein Punkt, über den in diesem Forum diskutiert wird. Strande spricht klar pro Olympia. Wie Schilksee sein 1972er Gesicht nicht auf jung schminken, sondern langfristig attraktiv, umweltgerecht und funktional verändern soll, wird hier unter dem Gesichtspunkt Synergien für Strande beurteilt.

„Für uns ist Olympia nur Anlass, sich jetzt den größeren Herausforderungen zu stellen, vor denen Strande steht, wenn wir zukunftsfähig sein wollen“, stellt Klink klar. „Natürlich freuen wir uns auf so ein Event und sind begeistert. Aber ich sehe vor allem die Riesenchance für unsere Gemeinde.“ Schmuck pflichtet bei. Auch Kiel setze ja auf langfristige Wirkung. Tatsächlich dürfte Olympia 2024 Strande noch mehr als die Segelwettkämpfe 1972 berühren. Um Regatten in und vor der Strander Bucht für das Publikum erlebbar zu machen, müssen nämlich Tribünen für Tausende Menschen auf dem Strand von Strande und der Bülker Huk errichtet werden. „Das ist mit der Gemeinde, mit der wir einvernehmlich im Gespräch sind, geklärt“, betont Schmuck.

„Und wir denken daran, zusätzlich feste Terrassen auf der Huk zu schaffen, die Bestand haben und auch für die Kieler Woche Bedeutung haben. Diese Projekte wollen wir mit dem dringend notwendigen Küstenschutz, für den wir erhebliche Zuschüsse erwarten, kombinieren“, ergänzt der Bürgermeister. „Der Zuschauerverkehr wird nach Schilksee und Strande ausschließlich über den Shuttledienst fließen. Dafür soll allein die Klärwerksstraße genutzt werden. Auch das ist mit Kiel besprochen.“

Weitere Wünsche ergänzen Zuhörer: die Verlängerung der Strander Promenade, „die in Kiel spitzenmäßig ankommt“, bis zur Huk und bis nach Schilksee. „Das haben wir im Auge“, versichert Klink. Zur Kooperation sind Kiel und Strande auch bei der Planung des olympischen Dorfs, das später barrierefreie Wohnungen beherbergen soll, verpflichtet. Das Grundstück, auf dem bisher Kieler-Woche-Segler campen, gehört zwar der Stadt. Doch es liegt auf Strander Gebiet. „So sind wir Herr über Bebauungspläne“, versichert Klink. Der Beifall des Publikums gilt bei dieser Olympiadiskussion vor allem ihm.

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Ein Artikel von
Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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