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Kleingärtner offen für neue Ideen

Gettorf Kleingärtner offen für neue Ideen

Spießige Laubenpieper, die sich in ihrer kleinen Gartenzwerg-Idylle einigeln? Von wegen! Gettorfs Kleingärtner gehen mit der Zeit, bieten Kita-Kindern ebenso einen Platz wie Asylsuchenden und sind offen für neue Ideen. 2018 feiert der Kleingartenverein Frahmkoppel 100. Geburtstag.

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Freuen sich auf eine schöne Saison in ihren Kleingärten an der Frahmkoppel: Stefan Littek (51; li.) und Wichard Urhammer (78).

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. Nach dem Ersten und später auch nach dem Zweiten Weltkrieg war die Not groß. „Damals hatte man einen Kleingarten, um zu überleben, und nicht, um sich zu erholen“, sagt Wichard Urhammer (78), Ehrenvorsitzender des Gettorfer Kleingartenvereins. An der Spitze steht jetzt der 51 Jahre alte Peter Littek. „Bei uns hat es mittlerweile einen Generationswechsel gegeben“, berichtet der Zollbeamte. Die jüngsten Mitglieder seien 21 Jahre alt. Littek freut sich darüber, dass vermehrt auch wieder jüngere Leute den Garten als Hobby für sich entdecken. Ihnen gehe es sowohl darum, sich in den kleinen grünen Oasen zu entspannen, als auch darum, Gemüse und Salat für den eigenen Verzehr anzubauen – nach Möglichkeit ohne Chemie.

 Der ökologische Gedanke spielt nach Auskunft Litteks mittlerweile eine immer größere Rolle. Er selbst hat in seinem Kleingarten eine Wildblumenwiese angelegt – „für die Vögel“, wie er sagt. Und jetzt überlegt der Verein, die letzte noch freie Parzelle einem Imker als Bienen- und Hummelwiese zu überlassen. Das hat offenbar nicht nur ökologische Gründe, denn: „Wir können davon ausgehen, dass sich der Ertrag der Obsternte dann verdoppelt“, so Littek.

 In Gettorf gibt es heute noch rund 80 Schrebergärten – je zur Hälfte an der Frahmkoppel im Südosten und an der Tannenkoppel im Nordwesten der Gemeinde. Der Verein Gartenfreunde der Tannenkoppel hat sich 1996 vom Kleingartenverein getrennt.

 Nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1950er Jahre waren in der Wohld-Gemeinde noch rund 500 Kleingärtner organisiert, erinnert sich Wichard Urhammer.

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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