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Stürme werden heftiger

Eckernförde Stürme werden heftiger

Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume: Der Klimawandel hinterlässt auch in Schleswig-Holstein immer häufiger Spuren der Verwüstung, verbunden mit hohen Sachschäden. Um ohne erhobenen Zeigefinger auf die Probleme hinzuweisen, hat das Klimabündnis Kieler Bucht im Juli 2014 erstmals eine Klimale veranstaltet und dabei auf außergewöhnliche Weise Küste, Klima und Kunst miteinander verknüpft. In der kommenden Woche, 14. und 15. Juli, wird in Eckernförde die 2. Klimale ausgerichtet.

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Versprechen ein informatives Programm für alle Altersgruppen: Sandra Enderwitz und Horst Sterr vom Klimabündnis, Künstler Rüdiger Ziegler und Touristikchef Stefan Borgmann (von rechts).

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. Auch wenn es in diesen Tagen nicht unbedingt den Anschein hat, so haben Wissenschaftler doch nachweislich festgestellt, dass es im Sommer immer wärmer und im Winter zunehmend milder wird. Die Verantwortlichen im Tourismus freut es, vor allem im Hinblick auf eine Saisonverlängerung. Sandra Enderwitz und Horst Sterr vom Kieler Klimabündnis wollen Wege aufzeigen, wie sich die Bevölkerung in Schleswig-Holstein an die veränderten Bedingungen anpassen kann. Sandra Enderwitz bringt es auf den Punkt: „Wir möchten die Wahrnehmung des Klimawandels stärken.“

Und so soll sich an den beiden Tagen am Strand und an der Hafenspitze von Eckernförde alles um dieses Thema drehen. Horst Sterr ist sich sicher: „Es wird auch im Ostseeraum auf jeden Fall wärmer. Gewitter und Stürme werden sich häufen.“ Klimawissenschaftler gehen nach seinen Worten von einem Temperaturanstieg bis 2100 von mehreren Grad Celsius aus und halten einen Anstieg des Meeresspiegels von über einen Meter für möglich.

Welche Auswirkungen das für Eckernförde hätte, will der Künstler Rüdiger Ziegler im Rahmen der Klimale darstellen. In seinem Landart-Projekt steckt er mit Bambusstöcken die angenommene Hochwasserlinie im Jahr 2100 ab und zeigt damit auf, wo dann der Küstensaum liegen wird.

Um ein breites Publikum auf den Klimawandel aufmerksam zu machen und für die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Ostseeküste zu sensibilisieren, wollen die Verantwortlichen nicht nur mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern auch mit Spiel, Spaß und Kultur Wege aufzeigen, wie man sich auf die Gegebenheiten einstellen kann. So ist für Dienstag, 14. Juli, 18 Uhr, eine Podiumsdiskussion auf der Strandbühne neben dem Ostsee-Info-Center vorgesehen. Unter anderem werden Ingrid Nestle, Staatssekretärin im Umweltministerium, Markus Groth, Experte für Klimawandel und Ökologie, und Helga Schenk, Hamburgs Klimawandelanpassungs-Beauftrage, Antworten auf die Frage „Wie begegnen wir dem Klimawandel in Schleswig-Holstein?“ geben. Das Forschungsschiff „Littorina“ kann besichtigt werden, es gibt Mitmach-Aktionen für Kinder, Musik und Ausstellungen.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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