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Ideen sinnvoll umsetzen

Museum Ideen sinnvoll umsetzen

Sammeln, bewahren, forschen und vermitteln: das sind die vorgegebenen Aufgaben des Museums Eckernförde. So lautete ein Ratsbeschluss von 1961, und Uwe Beitz, promovierter Kunsthistoriker und seit 25 Jahren Leiter des Hauses, versuchte dies trotz knapper Mittel unter einen Hut zu bekommen.

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Museumsleiter Uwe Beitz in einem der ehemaligen Wohnräume im Museum, der die Zeit um 1900 zeigt.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Kultur hat es immer schwer, vor allem in Zeiten knapper Finanzen. Von den zur Verfügung stehenden Mitteln müssen auch sechs Sonderausstellungen gestaltet werden. Da bleibe wenig Raum für Gestaltung. Die Auswahl der Künstler, die bereit sind, ihre Arbeiten zur Verfügung zu stellen, ist begrenzt. Kataloge: kaum möglich. Transporte: meist zu aufwendig. „Doch immerhin“, so Beitz, „haben wir es in der Vergangenheit stets geschafft, im Rahmen der zur Verfügung gestellten Mittel zu bleiben und – so glauben wir – unseren Besuchern neben der Dauerausstellung interessante Sonderausstellungen zu präsentieren.“

Kurz vor Jahresende gab Beitz vor dem Kulturausschuss der Stadt einen Sachstandsbericht über den Fortgang der Umsetzung einzelner Vorschläge des Museumskonzeptes. Dieses war von den Mitgliedern des Museumsvereins in einer Arbeitsgruppe 2014 erarbeitet wurde, und das laut Beschluss der Ratsversammlung am 17. Dezember 2014 als Grundlage für die weitere Museumsarbeit dienen soll – also auch die Arbeit von Beitz Nachfolgerin Dr. Dorothee Bieske prägen wird.

„Diese Maßgabe verstehe ich so, dass die einzelnen Ideen und Vorschläge von der Museumsleitung auf ihre sinnvolle Machbarkeit überprüft und dann in einem vor allem logistisch und zeitlich praktikablen Prozess umgesetzt werden sollen“, so Beitz. Dabei müsse man im Auge behalten, dass ein einheitliches Bild gewahrt werde, damit das Museum nicht als Gemischtwarenladen wahrgenommen werde. Trotzdem müsse der Besucher in Zukunft verstärkt erkennen können, in welchem Gebäudeteil er sich befinde. So seien die Ausstellungs-Wohnzimmer aktuell dort eingerichtet, wo sie sich auch früher über der ehemaligen Weinhandlung befanden. Da werde heute das malerische Werk von Max Streckenbach in Jugendstilmöbeln seiner Zeit präsentiert.

Verbesserungsbedarf gebe es in der Elektrosammlung Wesnigk. Hier müsse gestrafft und didaktischer vorgegangen werden. Eine Verlagerung der Sammlung innerhalb des Hauses hält Beitz jedoch nicht für sinnvoll, zu schwer sind die Ausstellungsstücke, zu fragil die Böden, die sie tragen müssten. Dennoch: „Die Sammlung ist unbedingt erhaltenswert, das sagt auch die Expertenkommission für die Zertifizierung des Museums. Das Konzept sehe vor, dem Aspekt der historischen Stromversorgung für Borby und Eckernförde einen größeren Raum zu geben, so Beitz.

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