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Geplantes Surfverbot in Lindhöft Kompromiss gefunden

Diese Lösung lässt Wind- und Kitesurfer aufatmen. Das angedrohte dreimonatige Sommersurfverbot am Lindhöfter Strand in Noer scheint vom Tisch. Stattdessen stimmten die Mitglieder des Umwelt- und Fremdenverkehrsausschusses geschlossen für eine von Wassersportler Martin Paar vorgeschlagene Regelung.

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Das angedrohte dreimonatige Sommersurfverbot am Lindhöfter Strand in Noer scheint vom Tisch. Ein temporäres Verbot für einzelne Tage soll Abhilfe schaffen.

Quelle: Friederike Hiller

Noer. Wenn sich an windigen und sonnigen Sommertagen Konflikte zwischen Badenden und Surfern abzeichnen, soll die Gemeinde auf den Tag begrenzte Wassersportverbote verhängen können.

Bei der vorhergehenden Diskussion der Mitglieder mit 25 Besuchern ging es hoch her. Anlass war der CDU-Antrag gewesen, das Surfen in Lindhöft vom 1. Juni bis 31. August zu verbieten. Vorsitzender Stefan Polte (WIN) skizzierte die Vorgeschichte. „Aus Erfahrung wissen wir, dass es Konflikte in der Badezone gibt. Das heißt: Es wird auch bei Badebetrieb ziemlich häufig durch die Zone gesurft und gekitet.“ Um die Lage zu entschärfen, war 2015 die Strandsatzung geändert worden. Im Oktober hatte die CDU bereits den gleichen Antrag gestellt. Als bei der damaligen Sitzung 70 Wassersportler intervenierten, war die Abstimmung auf dieses Jahr verschoben worden.

CDU-Mitglied Ludwig Strock machte deutlich, warum das Verbot tatsächlich wieder auf der Tagesordnung ist. „Bis gestern hat es keinen angekündigten Verbesserungsvorschlag der Surfer gegeben“, sagte er. „Ein dreimonatiges Surfverbot ist so wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen“, beklagte eine Wassersportlerin. Wie die meisten Besucher empfand sie den Antrag als „unverhältnismäßige Reaktion“. Die Surfer verwiesen zudem auf zwei Umstände: Zum einen handele es sich bei den problematischen Fällen um Auswärtige, die einfach zum Ausüben ihres Sports an die beste Stelle fahren. Weiter bringe ein Verbot nur etwas, wenn es auch kontrolliert und sanktioniert wird. Genau das kündigte Bürgermeisterin Sabine Mues an. „Am Strand können Ordnungsgelder bis zu 100 Euro verhängt werden, und das werden wir auch tun“, sagte sie.

„An den wenigen Tagen mit vielen Badegästen könnte eine schwarze Fahne wehen, die ein Surfverbot anzeigt“, sagte Paar. Der Vorschlag ebnete den Weg zur Lösung. Dass der Kompromiss kommen würde, war aber nicht absehbar gewesen. Vielmehr hatte die CDU-Fraktion nach einstündiger Aussprache eine Beratungspause eingelegt. Danach verkündete Strock das Rückziehen des Antrags. Die Strandsatzung wurde dann um den Tagesverbotspassus ergänzt.rik

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