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Volle Kirche nach musikalischer Ferienwoche

Konzert in Krusendorf Volle Kirche nach musikalischer Ferienwoche

Was ist die fünfte Ferienwoche? Na klar, „die beste Zeit im Sommer“, sagt Corinna Behm strahlend. Die 18-Jährige aus der Nähe von Elmshorn ist schon zum dritten Mal beim Landesferienkurs für Musik dabei. Die 70 Teilnehmer gaben Freitagabend ein gut besuchtes Konzert in Krusendorf.

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Viel Applaus für ihr ambitioniertes Programm bekam auch das Blockflöten-Ensemble in der Dreifaltigkeitskirche.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Schwedeneck.  „Man versteht sich sofort mit allen und hat Spaß“, sagt Teilnehmerin Antje Christiansen aus Mainz, die zum vierten Mal dabei ist. Diese besondere Woche hat übrigens auch noch zehn Tage! Die jüngsten Teilnehmer sind 14, die ältesten Anfang 20. Viele kommen aus Schleswig-Holstein und Hamburg, aber auch aus anderen Bundesländern. Behm kommt aus der Nähe von Elmshorn. Auf Schloss Noer probten die Musikfans täglich sieben, acht Stunden. „Und abends gehen wir immer an den Strand“, erklärt die 18-Jährige begeistert - um dort gemeinsam zu singen.

 Geprobt wurde in Orchesterbesetzung, in der Bigband und im Blockflötenensemble (Alte Musik) „Und alle treffen sich im Chor“, erklärt Hartmut Ledeboer, der Dozent für Alte Musik. Auch reine Instrumentalisten kommen dort ins Singen. Heino Tangermann, ein früherer Landeskurs-Teilnehmer, übernahm die Leitung der Blechbläser, Gunnar Haase die des Orchesters, und Gunta Birzina war für den Chor zuständig.

 Für das feierliche Konzert in der Dreifaltigkeitskirche von Krusendorf in Schwedeneck hatten die Teilnehmer des 66. Kurses ein anspruchsvolles Programm erarbeitet. Schwungvoll starteten die Blechbläser den Abend mit „Halleluja“ von Jacobus Gallus und funkigen Klängen von Werner Petersen. Die Blockflöten „wildern gerne“, wie Dozent Ledeboer erklärte. Dafür hatten sie sich auch das Brandenburgische Konzert Nr. 6 ausgesucht, das eigentlich anders besetzt ist. Doch tatsächlich: Es klang zwar ungewohnt, aber auch sehr passend. Das gelungene Experiment wurde mit viel Applaus bedacht.

 Den gab es auch für das fordernde Programm des Orchesters, das den ersten Satz aus Schuberts vierter Sinfonie, die „Coriolan“-Ouvertüre von Beethoven und die meisten Sätze aus „Bilder einer Ausstellung“ (Mussorgsky/Ravel) erarbeitet hatte. Stimmungsvoll endete der Abend nach zweieinhalb Stunden mit Liedern des Chors und dem Traditional „Evening Rise“ zum Abschluss.

 Bis 2007 wurden die Kurse vom Landesmusikrat, der Dachorganisation des Musiklebens, ausgerichtet. Um die traditionsreichen Kurse danach weiter anbieten zu können, gründeten frühere Teilnehmer 2009 den Verein Landesferienkurs. Ein Team von sechs Ehrenamtlichen kümmert sich seither um die Organisation. Dafür ist der Verein auf Spenden angewiesen.

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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