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Krebs und Scholle im Blick

Eckernförde Krebs und Scholle im Blick

Lukas Mkwizu ist Tansanier, und aus Afrika ist er eher 30 als drei Grad Celsius gewöhnt. Seit Mitte Januar ist er in Eckernförde im Rahmen eines entwicklungspolitischen Freiwilligendienst und arbeitet für ein Jahr im Ostsee-Info-Center (OIC) direkt am Strand.

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Wer aus Afrika kommt, hat keine Angst vor wilden Tieren: Lukas Mkwizu hospitiert im OIC.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Der 27-Jährige aus der Eckernförder Partnerstadt Tanga hat sich für dieses Programm beworben, weil er sich beruflich mit Wildtieren beschäftigt. Nach seinem Studium über natürliche Ressourcen, Bodengeografie und Management doziert er in seiner Heimat über Umweltfragen und Landschaftsentwicklung an einer privaten Universität. Nach seinem Aufenthalt in Deutschland plant er seine Doktorarbeit über Parallelen der Wildtiere an Land (Tansania) und Wasser (Ostsee).

 Im OIC wird Mkwizu bereits gerne mit für die Betreuung von Gästen eingesetzt, sofern sie Englisch sprechen, denn noch lernt der Afrikaner mit Hilfe des Vereins Umwelt, Technik, Soziales (UTS) Deutsch. So erklärt er den Gästen des Hauses bereits die Unterschiede zwischen Flunder, Scholle und Steinbutt. Schon mal probiert? „Nein, man entwickelt schnell ein herzliches Verhältnis zu den Tieren hier“, sagt er und kann sich nicht vorstellen, seine Schützlinge in die Pfanne zu hauen.

 Doch auch nicht so spannende Aufgaben gilt es, im Alltag zu erfüllen. „Jeden Tag müssen die Becken von außen geputzt werden, alle paar Tage auch innen“, erklärt er. Respekt hat er dabei vor den Krebsen, von denen er vorsichtig einen für kurze Zeit herausholt. „Die können ganz schön kneifen“, so Mkwizu, die Erfahrung hat er schon machen müssen.

 Jetzt ist erst einmal Wochenende. Da macht er sich mit dem Fahrrad auf nach Kiel, besucht ein paar Freunde und vielleicht auch das Aquarium. In Eckernförde fühlt er sich wohl und lobt die Hilfsbereitschaft vor Ort, wenn es ums Einkaufen geht. „Ich bin angekommen“, sagt er über die neue Heimat.

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