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Hier soll die Windkraft zulegen

Kreis Rendsburg-Eckernförde Hier soll die Windkraft zulegen

Schlag ins Kontor für die Kritiker der Ausweitung von Windenergie: Im Kreis Rendsburg-Eckernförde soll erheblich mehr Fläche für Windkraftanlagen ausgewiesen werden. Staatskanzleichef Thomas Losse-Müller informierte Landrat Rolf-Oliver Schwemer (parteilos) am Freitag darüber.

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Werden in Rendsburg-Eckernförde künftig etliche neue 200-Meter-Windräder gebaut?

Quelle: Frank Peter

Rendsburg. Der aktuelle Entwurf der Landesplanung in der Staatskanzlei sieht demnach 1,98 Prozent der Festlandsfläche als Vorranggebiet für Windkraft vor. Planungsraum II – der Rendsburg-Eckernförde, den Kreis Plön sowie die Städte Kiel und Neumünster umfasst – ist mit 1,55 Prozent ausgewiesen. „Rendsburg-Eckernförde erfährt dabei wesentlich umfangreichere Ausweisungen als die anderen drei Gebietskörperschaften“, heißt es in dem vom Kreis veröffentlichten Vermerk. Auch landesweit wäre Rendsburg-Eckernförde der am stärksten betroffene Kreis – wenn die Pläne am 6. Dezember, wie vorgesehen, vom Kabinett in Kiel beschlossen werden sollten.

 Konkret genannt werden 37 Gemeinden: Schwedeneck, Felm, Tüttendorf und Neuwittenbek im Dänischen Wohld sowie Holtsee und Owschlag im Amt Hüttener Berge sowie das Amt Schlei-Ostsee mit Rieseby, Loose, Holzdorf, Waabs und Dörphof. Weiter sind Bovenau, Bredenbek, Schülldorf, Schülp, Groß Buchwald, Gnutz, Bokel, Ehndorf, Aukrug, Padenstedt, Negenharrie, Ellerdorf, Schönbek, Wasbek und einige weitere Gemeinden aufgeführt.

 „Konkrete Flächenangaben können noch nicht gemacht werden“, betonten Schwemer sowie der Chef des Fachbereichs Regionalentwicklung beim Kreis, Martin Kruse, und Fachdienstleiter Volker Breuer, die an dem Informationsgespräch mit Losse-Müller teilnahmen. Am Montag, 14. November, wird das Konzept im Landesplanungsrat vorgestellt. Am 15. November ist es Thema beim Windgipfel des Landes.

 In Schwedeneck, wo zuletzt die Eignungsfläche für drei neue große Windkraftanlagen nicht mehr in den Landesplänen aufgetaucht war, reagierte die Bürgerinitiative Gegenwind entsetzt. Sprecherin Nicole Helmbold: „Wird der Entwurf umgesetzt, könnte die Eckernförder Bucht am Ende von bis zu 150 Windkraftanlagen mit bis zu 200 Metern Höhe umzingelt sein. Für Bewohner wie für Tourismus, der momentan so große Zuwächse hat, wäre das die Katastrophe.“ In Felm hatte der Bauausschuss vor kurzem den Bau einer dritten Anlage bei Wulfshagen abgelehnt. „Aber es gibt aus dem Ministerium ein Signal, dass sie trotzdem genehmigt wird“, bestätigte Bürgermeister Friedrich Suhr (CDU). Bis 4. Dezember müsse Felm Stellung beziehen.

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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