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Jugendherberge steckt voller Musik

Kreismusikschule Vechta besucht Eckernförde Jugendherberge steckt voller Musik

Die Jugendherberge in Eckernförde ist seit 20 Jahren immer in der ersten Woche der niedersächsischen Herbstferien für die Kreismusikschule Vechta reserviert.

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Während Jugendherbergskoch Sebastian Trost (Mitte) Nudeln mit Bolognesesauce zubereitet, erfreuen ihn Musikschüler aus Vechta in der Küche mit einem Ständchen.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Eckernförde. Dieses kleine Jubiläum wird am Mittwochabend mit öffentlichen Workshop-Konzerten gefeiert. Alle Musikliebhaber sind willkommen.

 Rainer Wördemann übernahm 1994 die Leitung der Kreismusikschule in der Reiterstadt, ein Jahr vor dem 25. Geburtstag der Einrichtung. Im Rahmen des Jubiläums wurde die Idee geboren, sich einen Ort zu suchen, der gute Rahmenbedingungen für gemeinsames Musizieren bietet. „Es sollte unbedingt etwas am Wasser sein“, erinnert sich Wördemann. Die Wahl sei dann schließlich auf Eckernförde gefallen – „und wir haben es nicht bereut, im Gegenteil“, versichert Wördemann. Mit Herbergsvater Holger Lüthi verbinde ihn mittlerweile eine tiefe Freundschaft.

 Der fantastische Blick von der Sehestedter Straße auf die Ostsee, das hilfsbereite Team der Jugendherberge, das auf alle Wünsche eingehe, die Stadt und das Umland mit vielfältigen Freizeitmöglichkeiten – nach Überzeugung von Rainer Wördemann und seinem Stellvertreter Fritze Winnacker gibt es gute Gründe, die für Eckernförde sprechen.

 Auch an Flexibilität fehlt es nicht. Als jetzt 145 Musikschüler und 18 Dozenten mit drei Bussen nebst Anhängern für die Instrumente anreisten, wurde von den Mitarbeitern der Jugendherberge der große Speisesaal leergeräumt, damit dort eine offene Bühne für abendliche Darbietungen entstehen kann. Die Mahlzeiten werden im Eingangsbereich eingenommen. Alkohol ist während des Aufenthaltes tabu – auch für Erwachsene. In der Cocktailbar gibt es abends viel handgemachte Musik und lustige Super-8-Filme, aber keine harten Drinks. Rainer Wördemann ist sich mit seinen Kollegen einig: „Wir wollen für die Kinder und Jugendlichen ein gutes Vorbild sein.“

 Herbergsvater Holger Lüthi, ein bekennender Eric-Clapton-Fan, ist nach eigener Aussage immer wieder fasziniert, welche musikalischen Fortschritte die Workshop-Teilnehmer innerhalb nur einer Woche machen. „Mir kommt es so vor, dass eine Woche Workshop in Eckernförde ein Jahr Musikunterricht ersetzt“, sagt er. Da sei durchaus etwas dran, bestätigt Rainer Wördemann. Doch gehe es in Eckernförde um mehr als um musikalische Kompetenzen. Das Miteinander spiele eine ganz wichtige Rolle. „Die Kinder lernen hier Schlüsselkompetenzen, ältere Schüler unterstützen die Jüngeren“, sagt der Musikschulleiter, der Klarinette, Klavier und Tonsatz/Gehörbildung studiert hat.

 Die Bandbreite der mitgebrachten Instrumente reicht von der Blockflöte über Gitarren, Geigen, Trompeten, Schlagzeuge und Keyboards bis zum Kontrabass. Ebenso vielfältig sind die Themen der rund 30 Workshops. Ob Kammermusik in unterschiedlichen Besetzungen, ob „Streicher à la surprise“, ob „Global Groove“ für Schlagzeuger oder „Irish Folk – Musik von der grünen Insel“ – in der Jugendherberge ist für alle musikalischen Vorlieben etwas dabei. Besonders laut geht es in einem von Gerhard Koch und Fritze Winnacker geleiteten Workshop zu: Unter dem Titel „Eckopalyptica“ werden bekannte Rockklassiker im Stil der Gruppe Apocalyptica umgesetzt. Mit dem Namen der gastgebenden Stadt spielt auch die Big ECKsplosion Band, die anspruchsvolle, packende und mitunter schweißtreibende Arrangements aus den Bereich Jazz, Latin und Funkrock einstudiert.

 Die öffentlichen Worskhop-Konzerte beginnen am Mittwoch, 5. Oktober, um 19 Uhr in der Jugendherberge in Eckenförde, Sehestedter Str. 27. Der Eintritt ist frei.

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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