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Die Nixe erwacht zum Leben

Eckernförde Die Nixe erwacht zum Leben

Künstler Eckhard Kowalke stellt 1997 seine rund vier Meter hohe Metallskulptur „Eckernförder Nixe“ am Strand in Höhe des Ruderclubs auf. Das Werk mit den ausladenden Formen sorgt auch heute noch für Kopfschütteln und Irritationen. Kowalke will das ändern und erzählt am Donnerstag, 30. Juli, die Geschichte seiner Nixe am Strand.

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Welche Geschichte steckt hinter der Nixe am Eckernförder Strand? Unterstützt von Touristikchef Stefan Borgmann gestalten Eike Eschholz, „Larry“ Krause und Eckhard Kowalke (von links) eine musikalische Lesung um Mareminde, die Nixe, die aus dem Meer stieg.

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. Eckernförde. Sexistisch und frauenfeindlich! Künstler Eckhard Kowalke hat sich einiges anhören müssen, als er 1997 seine rund vier Meter hohe Metallskulptur Eckernförder Nixe am Strand in Höhe des Ruderclubs aufstellte. Inzwischen wird das Werk mit den ausladenden Formen zwar weitgehend akzeptiert, doch auch heute noch sorgt sie mitunter bei Spaziergängern, die an der Promenade entlang schlendern, für Kopfschütteln und Irritationen. Kowalke will das ändern, denn seine Nixe hat eine Geschichte, die am Donnerstag, 30. Juli, am Strand erzählt werden soll.

 Von wegen frauenfeindlich. „Sie ist ein Symbol der Fruchtbarkeit, aber auch der Befreiung und der weiblichen Kraft“, sagt Kowalke. Der 63-jährige gebürtige Bremer, der seit vielen Jahren in Eckernförde lebt und arbeitet, kennt eine Geschichte, die besagt, dass Neptun die Nixe auf den Meeresgrund verbannt und dort in Ketten gelegt hat. Sie habe sich mit eigener Kraft jedoch befreien können und sei in Eckernförde an Land gegangen.

 Diese Episode ist die Grundlage der Sage Mareminde, die die Künstlerin und Autorin Eike Eschholz vor vier Jahre erdacht und nun in einem Büchlein veröffentlicht hat. Eschholz und Kowalke sind miteinander befreundet. Beide haben ein Atelier auf der Carlshöhe, und da lag es für sie nahe, auch einmal ein gemeinsames Projekt zu starten. Am Donnerstag, 30. Juli, wird es um 20 Uhr, eine Lesung an der Skulptur geben, die künftig den Namen Mareminde tragen wird. Eike Eschholz wird am Lagerfeuer das Schicksal der Nixe erzählen. Außerdem wird der Gitarrist „Larry“ Krause den Abend mit Live-Musik begleiten. „Vielleicht schreib’ ich bis dahin noch einen Song dazu“, sagt er.

 Eckhard Kowalke freut sich, dass sein Werk nun stärker in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt wird. „Die Nixe hat ein großes Werbepotenzial für Eckernförde“, ist er überzeugt. Deshalb soll es die Sage nicht nur in der kurzen Fassung, sondern bald auch in einem umfangreichen Roman von Eike Eschholz geben. Außerdem hat der 63-Jährige eine Replik der sich in den Himmel reckenden Meerjungfrau geschaffen – aus Zinn gegossen, in einer Auflage von gerade einmal 100 Exemplaren. Mit einem Echtheitszertifikat gibt es sie ab sofort zum Preis von 250 Euro in der Touristik, bei Reico, bei Liesegang und bei Ostavari. Außerdem soll es die Nixe schon sehr bald auch als Schlüsselanhänger, auf T-Shirts und auf Postkarten geben.

 Eckernfördes Touristikchef Stefan Borgmann findet die Idee gut und unterstützt sie. Damit werde der Skulptur, die zu den meist fotografierten Motiven in Eckernförde zähle, Leben eingehaucht, meint er.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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