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Ein Schneebett vor der "Deutschland"

Kunst am Strand Ein Schneebett vor der "Deutschland"

Malerischer Sonnenaufgang vor dem Strand Eckernförde am Dienstag: Das Kreuzfahrtschiff "Deutschland" wirft Anker. Auf dem Sand installiert Künstler Idan Hayosh aus Israel mit Kollegin Isabelle Schulte ein eintägiges Werk, eine Kunstschneefläche, davor vier Kühlschränke - Auftakt für einen Sommertag.

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Kunst am Strand vor dem Kreuzfahrtschiff "Deutschland": Künstler Idan Hayosh aus Israel, der in Essen lebt, baut mit Kollegin Isabelle Schulte aus Berlin und Eckernförde eine künstliche Schneefläche mit vier Kühlschränken auf. Dahinter hat die "Deutschland" Anker geworfen.

Quelle: Cornelia D. Mueller

Eckernförde. Da können die frühen Jogger nur staunen: Vor rötlich gefärbtem Himmel dümpelt die "Deutschland" in der Bucht. Ein Windhauch regt sich, das Wasser spiegelt. Die ersten Passagiere werden ausgebootet, um einen Eckernförde-Bummel zu unternehmen. Das allein wirkt surreal. Davor in gleichmäßigem Abstand an der Wasserkante: Vier riesige Kühl-Gefrier-Kombinationen in Grau. In Richtung Promenade legen Idan Hayosh, der Stipendiat im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus in der Ottestraße war, mit Hilfe von Isabelle Schulte riesige blaue und durchsichtige Plastikplanen aus. Abgezirkelt.

Der kleinste Windhauch macht Probleme

"Wir schütten nachher Kunstschnee aus Papier, der hundertprozentig biologisch abbaubar ist, auf die Fläche", verrät er kurz. Mehr will er noch nicht sagen. So gegen 10.30 Uhr sollte das höchst vergängliche Werk mit maximal einem Tag Bestand fertig sein. Und schon der kleine Windhauch, der gerade zu spüren ist, bringt die dünnen Folien schon wieder zum Fliegen. Seine Künstlerkollegin Schulte, die in Berlin lebt und Eckernförder Wurzeln hat, schleppt indessen die Schneesäcke an, um die Planen erst einmal zu beschweren.

Mit dem Kreuzfahrtschiff hat der Künstler nicht gerechnet

"Bleibt das Schiff etwa da?" fragen sich beide. "So war das ja nicht gedacht." Hayosh hat mit freier Sicht aufs scheinbar unendliche Blau gerechnet. Aber nun fängt sich der Blick über den seltsamen Strandgletscher plötzlich in einem ebenfalls grotesk wirkenden Kreuzfahrer ein Stück vor der kurz vor der Badezone. Der Künstler aus Israel, der in Essen lebt, ist höchst gespannt, auf die Wirkung seiner Installation. Er wird es beobachten von den Stufen des Ostsee-Info-Centers nebenan.

Hier sehen Sie mehr Bilder von der Kunstaktion am Strand von Eckernförde.

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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