23 ° / 11 ° Gewitter

Navigation:
Skwirblies trumpfte groß auf

Lake in Eckernförde Skwirblies trumpfte groß auf

Seine Spielfreude sprang über. Beim Konzert der Gruppe Lake am Mittwoch im Showpalast auf der Carlshöhe war Jens Skwirblies definitiv der Stimmungsbringer. Im zweiten Teil des Konzerts entwickelte der Keyboarder aus Eckernförde deutlich Zug zum Publikum.

Voriger Artikel
Schwerer Unfall am Silvesterabend
Nächster Artikel
Frisch gekühlt ins neue Jahr

Ungewöhnliches Duett: Gitarrist Alex Conti (links) und Keyborder Jens Skwirblies sangen bei den Zugaben gemeinsam am Mikro.

Quelle: Rainer I. Krüger

Eckernförde. Klatschend und mit erhobenen Armen feuerte er die gut 250 Besucher zum Mitmachen an. Die Frauen und Männer – meist Angehörige der Generation Ü45 – ließen sich davon animieren. Mit drei Zugaben bot ihnen Lake schließlich eine zweistündige Party.

Start 20.30 Uhr. Nach und nach stimmt Lake die Zuhörer ein. Zunächst schlägt Gitarrist und Bandchef Alex Conti die Saiten an. Dann folgen Schlagzeuger Mickie Stickdorn, Bassist Holger Trull, Skwirblies und Sänger Ian Cussick bis zur Startnummer „Passionate Eyes“ der komplette Lake-Sound erklingt. Ein bisschen braucht es allerdings etwas, bis er wirkt. Erst beim vierten Stück – dem  Hit „On The Run“ von 1976 – wird mitgetanzt. Conti huscht ein erstes Lächeln übers Gesicht. Aber bereits nach 45 Minuten kommt die Pause.

Skwirblies hat sich warm gespielt

Die Unterbrechung dauert nur eine Viertelstunde. Wieder auf der Bühne hat sich Skwirblies anscheinend warm gespielt, denn seine Mütze hat er abgenommen. Zwischen Yahama-Keyboard und Hammond-Orgel zelebriert er eine Sondershow: legt sich fast auf die Tasturen oder steigt auf ein kleines Podest. Beim Song „Wings Of Freedom“ hält ihn dann nichts mehr hinter seinen Instrumenten und er stürmt mit erhobenen Armen nach vorn. Auch die anderen Lake-Mitglieder zeigen jetzt Spiellaune. Bei der Nummer „Dancing With Steve“ dreht Cussick richtig auf. Denn im schnellen Rockstück lässt Lake andere Oldie-Klassiker anklingen. Da singt Cussick „Sexmachine“ von James Brown oder „Sex And Drugs And Rock And Roll“ von Ian Dury. Allerdings geht es auch anders. Andächtig lauschen die Zuhörer anschließend den ersten Orgeltönen der Lake-Hymne „Jesus Came Down“. Das ist einer der eindringlichsten Augenblicke des Konzerts.

Drei Zugaben spielen die fünf. Bei der zweiten „Live Is A Highway“ tritt Skwirblies ganz ins Rampenlicht. Sowohl mit Cussick als auch mit Conti singt er am Mirko. Nach dem Konzertende um 22:40 Uhr klärt Skwirblies im KN-Gespräch über drei Dinge auf. Auch 2016 will Lake kurz vor Jahresende in Eckernförde spielen. Zudem wird an einer neuen CD gearbeitet. Schließlich sagt er auch, wer der Junge war, den er bei einem seiner Ausflüge nach vorne auf dem Arm trug. „Das ist mein siebenjähriger Sohn Nik. Er wollte beim Konzert dabei sein und schaute mit Ohrenschützern zu.“ 

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige
Mehr zum Artikel
Lake in Bordesholm
Foto: Zwei der Gründungsmitglieder von Lake in Aktion: Sänger Ian Cussick (links) und Gitarrist Alex Conti.

„Mein Gott, ist mir warm!“, ruft Jens Skwirblies nach einem exzessiven Solo, das er zum Finale des dynamischen Rocksongs On The Run seiner Hammond-Orgel im Bordesholmer Savoy Kino geradezu entrungen hat. Schon seit Jahren spielt die Hamburger Rockband Lake hier am 29. Dezember.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3