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Land fördert Wellenbad-Sanierung

Eckernförde Land fördert Wellenbad-Sanierung

Frohe Mienen bei den Stadtwerken: Das Land fördert die Sanierung kommunaler Schwimmbäder mit insgesamt zwei Millionen Euro und 250.000 Euro davon fließen nach Eckernförde.

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140.000 Besucher tummeln sich jährlich im Meerwasserwellenbad. Bei fehlendem Strandwetter ist es auch in der Hochsaison bei Urlaubern beliebt.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. „Der Bescheid liegt jetzt vor“, bestätigte Stadtwerke-Leiter Dietmar Steffens. Der Versorger, der auch das Eckernförder Meerwasserwellenbad samt Sauna betreibt, steckt dieses Jahr 500.000 Euro in eine grundlegende Sanierung der Halle, die zu den beliebtesten Bädern in der Region zählt.

Das Land will mit der Förderung einen Beitrag leisten, um die Bedingungen für das Vereins- und Schulschwimmen sowie für die Schwimmausbildung der DLRG zu verbessern. „Wenn nur jeder zweite Grundschüler am Ende der vierten Klasse schwimmen kann, ist das gerade im Land zwischen den Meeren nicht hinnehmbar“, sagte Innenminister Stefan Studt. Insgesamt 17 Kommunen kommen in den Genuss der Fördergelder.

In Eckernförde wissen die Stadtwerke schon genau, wie sie den Zuschuss verwenden wollen. Ein Teil der vom Betreiber verdoppelten Summe fließt in die Erneuerung des undicht gewordenen Daches. „Bisher haben wir immer repariert, jetzt kann das Dach grundlegend saniert werden“, sagt Steffens. Darüber hinaus muss die Technik der über 20 Jahre alten Lüftungs- und Gebläseanlage für die Halle erneuert werden. Fortgesetzt wird die Modernisierung der Damen- und Herrenduschen. Während der dreiwöchigen Renovierungs-Schließung im Juni hatten die Arbeiten begonnen, die unter anderem ein Erneuern der Fliesen, Lichttechnik und Armaturen vorsehen. Eventuell könnte es laut Steffens im Herbst für wenige Tage eine zweite Schließungszeit geben, da die Sanierungs-Zuschüsse auf dieses Jahr befristet sind.

„Damit kommen wir jetzt auf einen ganz guten Stand, was die Grundinstandhaltung angeht“, sagt Steffens. Unabhängig davon fallen jährlich Wartungsarbeiten im Wellenbad an. Fliesen, Dichtungen und Armaturen leiden unter dem Salzwasser. „Das ist eine Dauerbaustelle“, weiß der Stadtwerke-Chef. Die aufwendige Technik des Bades, das im Kern aus den 70er Jahren stammt, muss laufend überprüft werden. Pro Jahr geben die Stadtwerke im Schnitt 300.000 bis 400.000 Euro für Wartung und Sanierung aus. „Das meiste sieht man nicht“, so Steffens. Auch von den aktuell noch anstehenden Sanierungen wird vieles nicht den laufenden Betrieb des Bades beeinträchtigen.

Bäder sind ein Verlustbetrieb. In Eckernförde liegt das jährliche Minus einschließlich Sauna bei bis zu 1,2 Millionen Euro. Die Stadtwerke können das Bad allerdings mit ihren Energiesparten steuerlich verrechnen, sodass sich durch den Querverbund der Verlust auf 700.000 bis 800.000 Euro reduziert. Gleichzeitig profitiere Eckernförde von den Gästen, sagt Steffens. So kommen 78 Prozent der Wellenbad-Besucher aus dem Umland. In der Hochsaison nutzen auch viele Urlauber die Schwimmhalle, wenn das Wetter nicht zum Baden in der Ostsee einlädt.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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