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Kopfschütteln über „Flickschusterei“

Schinkel Kopfschütteln über „Flickschusterei“

Beim Anblick der holprigen Landesstraße 46 kommt Dirk Hundertmark von der CDU Schinkel in Fahrt. „Das ist doch Flickschusterei“, ärgert sich der Ortsverbandsvorsitzende über die Hauptverkehrsverbindung nach Gettorf.

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Es bleibt holprig auf der Landesstraße 46: Daniel Günther (vorn) und Dirk Hundertmark verlangen mehr Finanzmittel für Straßensanierungen.

Quelle: Jan Torben Budde

Schinkel. Was nach langem Kampf für eine Sanierung der Strecke zwischen Eckholz und der Kreuzung in Richtung Gettorf/Tüttendorf nun heraussprang, bringt ihn auf die Palme. „Es wurden bloß die schlimmsten Schlaglöcher ausgebessert und die Banketten teilweise aufgefüllt“, bilanziert Hundertmark kopfschüttelnd. Nach seiner Einschätzung dauert es höchstens einen Winter, bis sich der Flickenteppich erneut in eine Kraterlandschaft verwandelt. Er werde oft von Mitbürgern auf den schlechten Zustand der L 46 angesprochen: „Die Leute fassen sich an den Kopf.“ Nach seiner Ansicht besonders absurd: Erst kürzlich waren die verwitterten Begrenzungsstreifen an der L46 weiß nachgemalt worden. Doch das Ausbessern der Banketten – im Anschluss – zerstörte die frischen Linien zum Teil wieder. Ein Alibi-Anstrich?

„Das ist rausgeschmissenes Geld“, bedauert Daniel Günther, „und ein Beispiel dafür, wie man Infrastruktur verrotten lässt.“ Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Kieler Landtag fordert mehr Geld vom Land. Ihm ist das Dauerthema L46 schon lange bekannt, der Eckernförder beteiligte sich im Frühjahr an einer Vergissmeinicht-Pflanzaktion von Christdemokraten aus der Region, womit das Land an die Holperstrecke erinnert werden sollte. Zudem stellte Günther eine kleine Anfrage an die Landesregierung – doch die Antworten stellten ihn nicht zufrieden.

Hier einige Kostproben. Für wann eine Sanierung geplant sei? Die Notwendigkeit wird zwar eingeräumt, sei „aber vor dem Hintergrund der zwingend notwendigen Prioritätensetzung zum Erhalt des Landesstraßennetzes in absehbarer Zeit nicht darstellbar“. Nicht nur die L46, sondern das gesamte Landesstraßennetz werde ständig vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr beobachtet. Daher warnten Hinweisschilder wie „Gefahrstelle“, „Straßenschäden“ und „schlechter Fahrbahnrand“ vor dem Zustand besagter Strecke. Aufgrund der Einstufung des L46-Teilstücks im Straßenzustandsbericht (Kategorie 2) sorgt sich Hundertmark nun, dass dort zur Vermeidung von Vollsperrungen eine Gewichtsbeschränkung für Fahrzeuge droht. „Wir wollen aber nicht, dass der Schulbus einen Umweg fahren muss“, so Schinkels CDU-Chef. Er pocht auf eine Sanierung.

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